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CJC-1295: Was die Forschung zum lang wirkenden GHRH-Analogon zeigt (Stand 2026)

⚠️ Wichtiger Hinweis — Ausschliesslich fuer Forschungszwecke: CJC-1295 ist kein zugelassenes Arzneimittel und darf nur zu legitimen wissenschaftlichen Forschungszwecken bezogen werden. Eine Anwendung am Menschen wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen und ist ohne aerztliche Zulassung ausserhalb des gesetzlichen Rahmens. Alle beschriebenen Effekte basieren auf Tier- und In-vitro-Studien sowie auf den wenigen verfuegbaren publizierten Phase-I-Humandaten. Dieser Artikel stellt weder eine Kauf- noch eine Anwendungsempfehlung dar und ersetzt keine medizinische Beratung.

CJC-1295 ist ein synthetisches Analogon des humanen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (Growth Hormone-Releasing Hormone, GHRH) und gehoert zu den am intensivsten praeklinisch und limitiert auch klinisch charakterisierten GH-Sekretagoga der Forschungs-Peptid-Klasse. Wer CJC-1295 kaufen oder die CJC-1295 Wirkung wissenschaftlich einordnen moechte, sollte vor allem zwei Dinge auseinanderhalten: die Stamm-Verbindung CJC-1295 mit DAC (Drug Affinity Complex), die ueber eine kovalente Albumin-Bindung eine Plasmahalbwertszeit von rund einer Woche erreicht, und die strukturell verwandte Variante CJC-1295 ohne DAC (auch als Modified GRF 1-29 oder MOD-GRF bezeichnet), die ohne Albumin-Anker eine Halbwertszeit im Bereich weniger Minuten zeigt. Beide Varianten basieren auf demselben tetrasubstituierten 30-Aminosaeuren-Analogon des GHRH(1-29) — der DAC-Anker entscheidet jedoch ueber das gesamte pharmakokinetische Profil und damit auch ueber die wissenschaftlich relevante Anwendungsfrage in Tiermodellen.

Dieser Artikel fasst den CJC-1295 Studie-Stand 2026 zusammen: die strukturellen Modifikationen gegenueber endogenem GHRH, den DAC-Mechanismus mit Albumin-Bioconjugation, die GH/IGF-1-Achsenaktivierung, die zentralen praeklinischen Daten in GHRH-Knockout-Maeusen, die wenigen publizierten Phase-I-Humandaten, die in der Forschung haeufige Kombination mit Ipamorelin sowie die in der Literatur dokumentierten CJC-1295 Dosierung-Bereiche.

Was ist CJC-1295?

CJC-1295 ist ein tetrasubstituiertes Analogon des humanen Growth Hormone-Releasing Factor (hGRF) 1-29, das von der kanadischen ConjuChem Biotechnologies entwickelt wurde. Die endogene aktive GHRH-Sequenz besteht aus 44 Aminosaeuren; die ersten 29 Aminosaeuren (hGRF 1-29) tragen praktisch die gesamte biologische Aktivitaet und bilden das Geruest der CJC-1295-Modifikation. Vier gezielte Aminosaeureaustausche stabilisieren das Peptid gegen den enzymatischen Abbau durch Dipeptidyl-Peptidase-IV (DPP-IV) und gegen unspezifische Trypsin-aehnliche Proteasen: D-Ala in Position 2 (Schutz gegen DPP-IV), Gln in Position 8 (Asparagin-Substitution), Ala in Position 15 (statt Gly) und Leu in Position 27 (statt Met, vermeidet Oxidation). Diese tetrasubstituierte Sequenz wird in der Literatur auch als "Modified GRF 1-29" oder "tetrasubstituiertes hGRF(1-29)" bezeichnet und entspricht CJC-1295 ohne DAC.

Der Unterschied zu CJC-1295 mit DAC liegt in einer am C-terminalen Lysin angebrachten Maleimidopropionyl-Linker-Gruppe (3-Maleimidopropionamid-Derivat des Lysins): Diese reagiert nach subkutaner Applikation kovalent mit der freien Cystein-34-Sulfhydryl-Gruppe von zirkulierendem humanem Serumalbumin und bildet ein stabiles Albumin-Peptid-Bioconjugat. Die Idee dieser Drug Affinity Complex (DAC)-Strategie wurde 2005 von Jetté et al. in Endocrinology (PMID 15817669) erstmals systematisch beschrieben: Die Albumin-Bindung verlaengert die Plasmaverweilzeit eines kurzen Peptid-Wirkstoffs um Groessenordnungen, indem sie sowohl die renale Filtration als auch die proteolytische Inaktivierung dramatisch reduziert. Tatsaechlich war CJC-1295 in jener Veroeffentlichung noch ueber 72 Stunden nach Injektion in messbaren Plasmakonzentrationen vorhanden — bei den meisten unmodifizierten GHRH-Analoga liegen vergleichbare Konzentrationen nach wenigen Minuten bereits unter der Nachweisgrenze.

Im Handel wird CJC-1295 als lyophilisiertes weisses Pulver mit ≥98 % Reinheit angeboten, typische Vial-Groessen liegen bei 2 mg, 5 mg oder 10 mg, in der Regel als Kombinationsprodukt mit Ipamorelin oder GHRP-6. Im Trockenzustand ist das Peptid bei -20 °C lichtgeschuetzt ueber Monate stabil; in waessriger Loesung wird die Lagerung in der Regel bei 4 °C fuer kurzzeitige Forschungsprotokolle und bei -20 °C in Aliquots fuer laengere Zeitraeume empfohlen.

Wirkmechanismus

CJC-1295 entfaltet seine Wirkung ueber den GHRH-Rezeptor (GHRHR) auf den Somatotrophen der Adenohypophyse. Der Rezeptor gehoert zur Klasse-B-Familie der G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs); die Bindung von CJC-1295 aktiviert die G-alpha-s-Untereinheit, was zur Stimulation der Adenylatzyklase fuehrt. Der nachgeschaltete cAMP-Anstieg aktiviert die Proteinkinase A, die wiederum den Transkriptionsfaktor CREB (cAMP Response Element-Binding Protein) phosphoryliert und damit die Transkription des GH-Gens (GH1) und des Pit-1/POU1F1-Transkriptionsfaktors verstaerkt. Das Ergebnis ist eine erhoehte Synthese und pulsatile Sekretion von Wachstumshormon aus den Speichervesikeln der Somatotrophen.

Eine zentrale Beobachtung der Phase-I-Studie von Ionescu und Frohman 2006 (J Clin Endocrinol Metab, PMID 17018654) war, dass die natuerliche pulsatile Sekretion des Wachstumshormons trotz der annaehernd kontinuierlichen Rezeptorbesetzung durch CJC-1295-DAC erhalten bleibt. Die GH-Sekretion wird also nicht in eine flache, dauerhaft erhoehte Konzentration ueberfuehrt, sondern in ihrer Amplitude und Frequenz so moduliert, dass die nachgeschaltete IGF-1-Sekretion in der Leber eine sinnvolle physiologische Antwort liefern kann. Diese Erhaltung der Pulsatilitaet wird in der Forschungsliteratur als entscheidend fuer die Vermeidung der negativen Feedback-Mechanismen ueber Somatostatin diskutiert.

Die downstream-Effekte umfassen die hepatische Sekretion von Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1), der nach Bindung an den IGF-1-Rezeptor die klassischen anabolen Signalwege PI3K/Akt/mTOR und MAPK/ERK aktiviert. In nicht-klinischen Modellen sind die mit der Aktivierung der GH/IGF-1-Achse assoziierten Beobachtungen die Stimulation der hepatischen Proteinsynthese, ein erhoehter Aminosaeureeinbau in Skelettmuskel und Bindegewebe sowie eine Modulation des Lipidstoffwechsels ueber lipolytische GH-Effekte am Adipozyten.

Pharmakokinetik im Vergleich. CJC-1295 mit DAC zeigt nach den Daten von Teichman et al. 2006 (J Clin Endocrinol Metab, PMID 16352683) eine geschaetzte Plasmahalbwertszeit von 5,8 bis 8,1 Tagen — dosisabhaengig steigen die mittleren Plasma-GH-Konzentrationen um das 2- bis 10-Fache fuer mindestens sechs Tage, die mittleren Plasma-IGF-1-Konzentrationen um das 1,5- bis 3-Fache fuer 9 bis 11 Tage. Bei wiederholten woechentlichen Injektionen wird ein kumulativer Effekt auf die IGF-1-Konzentration beobachtet. CJC-1295 ohne DAC (Modified GRF 1-29) zeigt dagegen die fuer kurzkettige Peptide typische Halbwertszeit im Bereich weniger Minuten bis hoechstens 30 Minuten — die mit dem Albumin-Anker verbundene Verlaengerung ist das pharmakokinetisch entscheidende Merkmal der DAC-Variante.

Forschungsergebnisse

Tiermodelle und In-vitro-Studien

GHRH-Knockout-Maus (Alba et al. 2006, Am J Physiol Endocrinol Metab, PMID 16822960): In einem klassischen Wachstumsstoerungs-Modell mit kompletter GHRH-Gen-Ablation (GHRHKO) wurden eine Woche alte Maeuse fuer fuenf Wochen mit 2 µg CJC-1295 in Intervallen von 24, 48 oder 72 Stunden behandelt. Die Tiere mit taeglicher Applikation erreichten normales Koerpergewicht und normale Koerperlaenge, waehrend die 48- und 72-Stunden-Gruppen partielle Effekte zeigten. Hoehere Dosen koennten in laengeren Intervallen vergleichbare Effekte erzielen. Mechanistisch wurde ein Anstieg der gesamten hypophysaeren RNA und der GH-mRNA dokumentiert, was eine Proliferation der Somatotrophen-Population nahelegt. Die Studie ist die methodisch zentrale Referenz fuer die Wirksamkeit von CJC-1295 in einem genetisch validierten Wachstumsstoerungs-Modell.

Identifikation als Albumin-Bioconjugat (Jetté et al. 2005, Endocrinology, PMID 15817669): Die Original-Charakterisierungsarbeit der ConjuChem-Gruppe zeigte in Ratten die kovalente Bindung des CJC-1295-DAC-Konstrukts an Serumalbumin und die anschliessende Aktivierung des GHRH-Rezeptors auf der Adenohypophyse. Im Plasma waren CJC-1295-Albumin-Bioconjugate noch ueber 72 Stunden nach Injektion in biologisch aktiven Konzentrationen nachweisbar — ein fuer kurze GHRH-Analoga ungewoehnliches Profil und der erste publizierte Beleg fuer die DAC-Strategie als pharmakokinetische Plattformtechnologie.

Ratten- und Schweine-Daten zur GH/IGF-1-Achse: Vorklinische Daten in Ratten und Schweinen demonstrierten dosisabhaengige, ueber Tage anhaltende Erhoehungen von GH und IGF-1 nach subkutaner Einzeldosis. Insbesondere im Ratten-Modell wurden Steigerungen der Skelettmuskel-Proteinsynthese und der Knochen-Mineraldichte nach mehrwoechiger Behandlung dokumentiert. Diese Daten bilden die Grundlage fuer die in spaeteren klinischen Phase-I-Studien getesteten Dosis-Bereiche.

Synergie mit Ipamorelin (Bowers et al. und Folgearbeiten): Bereits 1991 zeigte die Bowers-Gruppe, dass die Kombination von GHRH-Analoga mit GH-Releasing-Peptiden (GHRPs) der Ghrelin-Rezeptor-Klasse einen synergistischen GH-Anstieg bewirkt — die kombinierte GH-Antwort ist deutlich groesser als die Summe der Einzeleffekte. Ipamorelin (Raun et al. 1998, Eur J Endocrinol, PMID 9849822) ist ein selektiver GHSR-Agonist, der ohne nennenswerten Einfluss auf Cortisol oder Prolaktin GH freisetzt. In praeklinischen Modellen wird die Kombination CJC-1295 + Ipamorelin als Achsen-additive Stimulation diskutiert: CJC-1295 erhoeht die zur Verfuegung stehende GH-Menge ueber GHRH-Achse-Aktivierung, Ipamorelin erhoeht die Pulsamplitude ueber Ghrelin-Rezeptor-Aktivierung. Eine Verdrei- bis Verfuenffachung der GH-Antwort gegenueber den Einzelpeptiden ist in praeklinischer und Phase-I-Literatur dokumentiert.

Humandaten

Die humane Datenbasis zu CJC-1295 ist im Vergleich zur praeklinischen Charakterisierung schmal, aber methodisch konsistent. Die zentralen publizierten Phase-I-Studien sind:

Teichman et al. 2006 (J Clin Endocrinol Metab, PMID 16352683): Zwei randomisierte, placebo-kontrollierte, doppelblinde Studien mit aufsteigender Dosierung an gesunden Erwachsenen im Alter von 21 bis 61 Jahren ueber 28 bzw. 49 Tage. Subkutane Einzeldosen oder woechentliche bzw. zweiwoechentliche Wiederholungsdosen von CJC-1295 wurden gegen Placebo getestet. Nach Einzelapplikation stiegen die mittleren Plasma-GH-Konzentrationen dosisabhaengig um das 2- bis 10-Fache fuer mindestens sechs Tage; die IGF-1-Konzentrationen stiegen um das 1,5- bis 3-Fache fuer 9 bis 11 Tage. Die Halbwertszeit lag bei 5,8 bis 8,1 Tagen. CJC-1295 wurde insgesamt gut toleriert, insbesondere in den Dosisstufen 30 und 60 µg/kg. Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle wurden beobachtet.

Ionescu und Frohman 2006 (J Clin Endocrinol Metab, PMID 17018654): Diese Phase-I-Studie demonstrierte den Erhalt der pulsatilen GH-Sekretion trotz kontinuierlicher GHRH-Rezeptor-Aktivierung durch CJC-1295. Die Beobachtung war wichtig, weil eine flache, dauerhaft erhoehte GH-Konzentration negative Konsequenzen fuer den Glukosestoffwechsel und das Feedback ueber Somatostatin haette. Die natuerliche Pulsatilitaet bleibt jedoch unter CJC-1295-DAC weitgehend erhalten.

Sackmann-Sala et al. 2009 (Growth Horm IGF Res, PMID 19386527): Proteomische Analyse von Seren aus 11 jungen, gesunden Maennern vor und eine Woche nach CJC-1295-Injektion. Mittels zweidimensionaler Gel-Elektrophorese und Massenspektrometrie wurden zwei nach unten regulierte Spots (Apolipoprotein-A1-Isoform und Transthyretin-Isoform) sowie drei nach oben regulierte Spots (Beta-Haemoglobin, ein C-terminales Albumin-Fragment, ein Mix aus Immunglobulin- und Albumin-Fragment) identifiziert. Eine lineare Korrelation zwischen einem der hochregulierten Spots und der IGF-1-Konzentration wurde berichtet. Die Studie liefert ergaenzende Biomarker-Daten fuer die GH/IGF-1-Achsen-Aktivierung beim Menschen.

Klinische Entwicklung und Sicherheit: Die klinische Weiterentwicklung von CJC-1295 wurde nach einem Todesfall in einer franzoesischen Phase-II-Studie 2007 gestoppt; ein direkter Kausalzusammenhang konnte nicht abschliessend geklaert werden, eine breitere klinische Entwicklung erfolgte jedoch nicht. Spaetere Veroeffentlichungen (z.B. Sackmann-Sala 2009, Sigalos und Pastuszak 2018) erweitern die Datenbasis im Forschungs- und Off-Label-Kontext, ersetzen aber keine Phase-III-Evidenz.

Dosierungen in der Forschungsliteratur

Studie Modell Dosierung Dauer Ergebnis
Alba et al. 2006 (PMID 16822960) GHRH-Knockout-Maus 2 µg CJC-1295-DAC 5 Wochen, alle 24/48/72h Normalisierung Koerpergewicht und -laenge bei taeglicher Gabe
Jetté et al. 2005 (PMID 15817669) Ratte CJC-1295-DAC subkutan akut Albumin-Bioconjugat ueber 72 h nachweisbar
Teichman et al. 2006 (PMID 16352683) Mensch (Phase I) 30, 60, 125, 250 µg/kg sc Einzeldosis bzw. wo./2-wo. GH↑ 2-10-fach (6 d), IGF-1↑ 1,5-3-fach (9-11 d), HWZ 5,8-8,1 d
Ionescu/Frohman 2006 (PMID 17018654) Mensch (Phase I) CJC-1295-DAC mehrere Wochen Erhalt der pulsatilen GH-Sekretion
Sackmann-Sala et al. 2009 (PMID 19386527) Mensch CJC-1295 (Standard-Phase-I-Dosis) Einzeldosis Serumprotein-Profilaenderungen, Korrelation mit IGF-1
Praeklinische Synergie-Modelle Ratte/Maus CJC-1295 + Ipamorelin akut 3-5-fache GH-Antwort vs. Einzelpeptide
GHRH-Achse Reviews Mensch (Off-Label, unkontrolliert) 100-200 µg CJC-1295 ohne DAC taeglich Reduktion auf ca. 30 min Wirkdauer, daher haeufige Applikation

In nicht-klinischen Forschungsprotokollen erhielten Probanden in dokumentierten Studien typischerweise 30 bis 250 µg/kg CJC-1295-DAC subkutan in einer Aufladephase, gefolgt von einer Erhaltungsmenge mit ein- bis zweiwoechigem Dosierungsintervall. Diese Angaben entstammen der wissenschaftlichen Fachliteratur und stellen keine persoenliche Anwendungsempfehlung von Supplement Radar dar. Es existiert kein regulatorisch validierter Dosierungsstandard fuer die Anwendung am Menschen. Fuer CJC-1295 ohne DAC (Modified GRF 1-29) sind die in Reviews referenzierten Dosis-Bereiche aufgrund der kurzen Halbwertszeit deutlich anders strukturiert und reflektieren die Notwendigkeit haeufigerer Applikationen.

In Forschungslabors wird lyophilisiertes CJC-1295 in der Regel bei -20 °C lichtgeschuetzt als Trockenpulver gelagert. Rekonstitutionen in bakteriostatischem Wasser oder physiologischer Kochsalzloesung werden in Aliquots bei 4 °C fuer kurzzeitige Verwendung oder bei -20 °C fuer laengere Zeitraeume gelagert; Frier-Tau-Zyklen sollten vermieden werden. Die Maleimid-Gruppe der DAC-Variante ist hydrolyseempfindlich, weshalb die Loesung nach Rekonstitution moeglichst zeitnah verwendet werden sollte. HPLC-Analysen bei korrekter Lagerung dokumentieren typischerweise minimale Abbauprodukte ueber 12 bis 24 Monate im trockenen Zustand.

Qualitaetskriterien beim Kauf

Wenn du CJC-1295 kaufen moechtest, um es in einem Forschungskontext einzusetzen, sollten mehrere fuer Peptide spezifische Qualitaetsmerkmale erfuellt sein. Ein dokumentiertes HPLC-Reinheitsprofil (≥98 %), eine Massenspektrometrie-Bestaetigung der korrekten Molmasse (CJC-1295-DAC: ~3647 Da; CJC-1295 ohne DAC / Modified GRF 1-29: ~3367 Da), eine Modifikations-Spezifikation, die klar zwischen DAC- und Non-DAC-Variante unterscheidet, eine Restloesungsmittel-Analyse aus der Festphasen-Synthese, eine Endotoxin-Bestimmung sowie eine mikrobiologische Analyse sollten zum Standard-CoA jeder serioesen Quelle gehoeren. Ein aktuelles Certificate of Analysis (CoA) eines unabhaengigen Drittlabors mit Lot-Nummer fuer Chargenrueckverfolgbarkeit ist Pflicht — gerade weil im internationalen Forschungs-Peptid-Markt die Verwechslung von DAC- und Non-DAC-Variante haeufig dokumentiert ist und die pharmakokinetischen Profile fundamental unterschiedlich sind.

Die CJC-1295 Erfahrung etablierter Forschungsgruppen zeigt drei wiederkehrende Probleme bei nicht-zertifizierten Quellen: erstens unklare Modifikations-Spezifikation — Chargen, die als "CJC-1295" verkauft werden, aber in Wirklichkeit Modified GRF 1-29 ohne DAC enthalten, fuehren zu fundamentalen Fehlinterpretationen der Pharmakokinetik; zweitens Verunreinigungen mit unmodifizierten GRF(1-29)-Sequenzen, die das tetrasubstituierte Profil verfehlen und damit die DPP-IV-Stabilitaet nicht aufweisen; drittens fehlende Endotoxin-Daten, die in Tiermodellen zu konfundierenden Entzuendungsantworten fuehren. Der CJC-1295 Preisvergleich EU zeigt eine Spanne von etwa 4 bis 10 EUR pro mg bei dokumentierter Reinheit ≥98 % und vollstaendiger Modifikations-Analytik. Research Peptide CoA-Verifizierbarkeit ist hier ein Muss — der Peptide kaufen Deutschland-Markt umfasst Anbieter sehr unterschiedlicher Qualitaetsstufen, und gerade bei einem Peptid mit zwei pharmakokinetisch fundamental verschiedenen Varianten ist die korrekte Identitaet des Wirkstoffs Voraussetzung jeder belastbaren wissenschaftlichen Beobachtung.

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Rechtlicher Status

CJC-1295 ist nicht als Arzneimittel zugelassen — weder in Deutschland noch in der gesamten Europaeischen Union, in der Schweiz oder den Vereinigten Staaten. Es ist auch keine Lebensmittelzutat. Die klinische Phase-II-Entwicklung wurde nach einem Todesfall im Jahr 2007 in Frankreich gestoppt; ein direkter Kausalzusammenhang konnte zwar nicht abschliessend geklaert werden, eine breitere regulatorische Einreichung erfolgte jedoch nicht. CJC-1295 ist im deutschen Arzneimittelgesetz (AMG) nicht namentlich gefuehrt und faellt nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG); der Bezug ist fuer wissenschaftliche Forschungszwecke legitim. Jede Anwendung am Menschen ausserhalb registrierter klinischer Studien bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone und wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen. Die WADA-Verbotsliste fuehrt GHRH und seine Analoga ausdruecklich unter Klasse S2 (Peptidhormone, Wachstumsfaktoren) und verbietet ihre Verwendung im Wettkampfsport zu jeder Zeit — das schliesst CJC-1295 mit und ohne DAC explizit ein. Als Kaeufer traegst du die alleinige Verantwortung fuer rechtskonformes Handeln, ordnungsgemaesse Forschungshandhabung und die Einhaltung lokaler Vorschriften. Kein Verkauf an Minderjaehrige.

Fazit

CJC-1295 ist eines der am besten charakterisierten lang wirkenden GHRH-Analoga in der Forschungs-Peptid-Klasse. Die tetrasubstituierte hGRF(1-29)-Sequenz schuetzt das Molekuel vor proteolytischem Abbau und stabilisiert es gegen DPP-IV; die DAC-Variante bindet kovalent an Serumalbumin und erreicht damit eine Plasmahalbwertszeit von rund einer Woche. Die in der praeklinischen Literatur dokumentierte Achsen-Aktivierung (GHRH-Rezeptor → cAMP/PKA/CREB → GH/IGF-1) ist mechanistisch konsistent; die wenigen publizierten Phase-I-Humandaten (Teichman 2006, Ionescu/Frohman 2006, Sackmann-Sala 2009) bestaetigen dosisabhaengige, ueber Tage anhaltende Erhoehungen von GH und IGF-1 bei Erhalt der natuerlichen Pulsatilitaet. Eine Phase-III-Evidenzbasis fehlt; die klinische Entwicklung wurde nach einem Todesfall 2007 gestoppt. Wer CJC-1295 in einem Forschungskontext einsetzt, sollte sich der fundamentalen pharmakokinetischen Differenz zwischen DAC- und Non-DAC-Variante bewusst sein und auf qualitaets-zertifizierte Quellen mit nachvollziehbaren CoAs achten. Fuer eine umfassende Uebersicht zu weiteren GH-Sekretagoga, GHRPs und verwandten Forschungspeptiden siehe unseren Research-Bereich.


Quellen: 1. Teichman SL, Neale A, Lawrence B, Gagnon C, Castaigne JP, Frohman LA. Prolonged stimulation of growth hormone (GH) and insulin-like growth factor I secretion by CJC-1295, a long-acting analog of GH-releasing hormone, in healthy adults. J Clin Endocrinol Metab. 2006;91(3):799-805. PMID 16352683. 2. Ionescu M, Frohman LA. Pulsatile secretion of growth hormone (GH) persists during continuous stimulation by CJC-1295, a long-acting GH-releasing hormone analog. J Clin Endocrinol Metab. 2006;91(12):4792-4797. PMID 17018654. 3. Jetté L, Léger R, Thibaudeau K, et al. Human growth hormone-releasing factor (hGRF)1-29-albumin bioconjugates activate the GRF receptor on the anterior pituitary in rats: identification of CJC-1295 as a long-lasting GRF analog. Endocrinology. 2005;146(7):3052-3058. PMID 15817669. 4. Alba M, Fintini D, Sagazio A, et al. Once-daily administration of CJC-1295, a long-acting growth hormone-releasing hormone (GHRH) analog, normalizes growth in the GHRH knockout mouse. Am J Physiol Endocrinol Metab. 2006;291(6):E1290-E1294. PMID 16822960. 5. Sackmann-Sala L, Ding J, Frohman LA, Kopchick JJ. Activation of the GH/IGF-1 axis by CJC-1295, a long-acting GHRH analog, results in serum protein profile changes in normal adult subjects. Growth Horm IGF Res. 2009;19(6):471-477. PMID 19386527. 6. Raun K, Hansen BS, Johansen NL, et al. Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue. Eur J Endocrinol. 1998;139(5):552-561. PMID 9849822. 7. Sigalos JT, Pastuszak AW. The safety and efficacy of growth hormone secretagogues. Sex Med Rev. 2018;6(1):45-53. PMID 28526632. 8. Bowers CY. Growth hormone-releasing peptide (GHRP). Cell Mol Life Sci. 1998;54(12):1316-1329. PMID 9893707.