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SLU-PP-332: Was die Forschung zum pan-ERR-Agonisten und Exercise-Mimetic zeigt (Stand 2026)

⚠️ Wichtiger Hinweis — Ausschliesslich fuer Forschungszwecke: SLU-PP-332 ist kein zugelassenes Arzneimittel und darf nur zu legitimen wissenschaftlichen Forschungszwecken bezogen werden. Eine Anwendung am Menschen wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen und ist ohne aerztliche Zulassung ausserhalb des gesetzlichen Rahmens. Alle beschriebenen Effekte basieren auf Tier- und In-vitro-Studien. Dieser Artikel stellt weder eine Kauf- noch eine Anwendungsempfehlung dar und ersetzt keine medizinische Beratung.

SLU-PP-332 gehoert zu den interessantesten Forschungsmolekuelen der vergangenen Jahre, weil es eine biochemische Frage adressiert, die in der Stoffwechsel- und Sportwissenschaft seit Jahrzehnten diskutiert wird: Laesst sich der zelluläre Anpassungsprozess, den Ausdauertraining ausloest, durch ein einzelnes Molekuel pharmakologisch nachbilden? SLU-PP-332 ist nicht im klassischen Sinne ein Peptid, sondern ein synthetisches kleines Molekuel — ein pan-Agonist der drei Estrogen-Related-Receptor-Isoformen ERRα, ERRβ und ERRγ — das in praeklinischen Studien als sogenanntes Exercise-Mimetic charakterisiert wurde. Entwickelt wurde es im Labor von Thomas P. Burris an der Saint Louis University und spaeter an der University of Florida sowie der Washington University in St. Louis. Seit der Originalpublikation der akuten Aerobic-Exercise-Response (Billon et al. 2024) und der nachfolgenden Daten zu Adipositas, Herzinsuffizienz, Sarkopenie und Nierenalterung ist SLU-PP-332 als zentrale Referenzsubstanz fuer ERRα-aktivierende Pharmakologie etabliert.

Wer SLU-PP-332 kaufen oder die SLU-PP-332 Wirkung wissenschaftlich einordnen moechte, betritt damit ein Feld mit einer ungewoehnlichen Konstellation: extrem konsistente praeklinische Daten in muriner Adipositas, Insulinresistenz, Herzinsuffizienz, Skelettmuskel-Sarkopenie und Nierenalterung — und gleichzeitig der vollstaendige Mangel an publizierten kontrollierten Humanstudien. Diese Asymmetrie ist nicht ungewoehnlich fuer einen Forschungs-Wirkstoff, der die fruehe praeklinische Phase noch nicht verlassen hat. Sie ist aber der zentrale Punkt, den jeder Leser in eine Bewertung einbeziehen muss. Dieser Artikel fasst den SLU-PP-332 Studie-Stand 2026 zusammen: Struktur und Wirkmechanismus, die zentralen praeklinischen Befunde aus Maus- und Zellkultur-Modellen, der tatsaechliche Stand der Humandaten sowie die in der Literatur dokumentierten SLU-PP-332 Dosierung-Bereiche.

Was ist SLU-PP-332?

SLU-PP-332 ist ein synthetisches kleines Molekuel mit der CAS-Nummer 303760-60-3 und einer Molmasse von etwa 408 Da. Es zaehlt nicht zur Klasse der Peptide, sondern zu den nuklearrezeptor-bindenden Liganden, und unterscheidet sich damit grundlegend von den klassischen Peptid-Wirkstoffen wie BPC-157, TB-500 oder Ipamorelin. Strukturell handelt es sich um einen heterocyclischen Liganden mit einem Pyrrolidin-Geruest, das in der Ligandenbindungstasche der Estrogen-Related Receptors die π-π-Wechselwirkungen mit Phenylalanin-Resten optimiert — modellhaft mit Phe435 (ERRγ) sowie Phe495 und Phe328 (ERRα), wie es die strukturbasierte Designarbeit der Burris-Gruppe dokumentiert.

Die zugrundeliegende Rezeptorfamilie ist auf den ersten Blick fuer Sport- und Stoffwechselforschung kontraintuitiv: Die drei ERR-Isoformen (ERRα, ERRβ, ERRγ) sind Mitglieder der Subfamilie 3 der Kernrezeptoren und tragen "Estrogen" im Namen, weil sie strukturelle Homologie zu klassischen Estrogenrezeptoren aufweisen — sie binden jedoch keine Steroide. ERRα und ERRγ sind in oxidativen Geweben mit hoher Mitochondriendichte besonders stark exprimiert: Skelettmuskel (insbesondere Typ-I- und Typ-IIa-Fasern), Herz, Niere, braunes Fettgewebe und Leber. In diesen Geweben fungieren sie als zentrale Transkriptionsregulatoren des oxidativen Stoffwechsels und arbeiten eng mit dem Coaktivator PGC-1α zusammen, der nach Ausdauertraining hochreguliert wird.

SLU-PP-332 wirkt als pan-Agonist mit einer EC50 von etwa 98 nM fuer ERRα, einer hoeheren EC50 fuer ERRβ und einer Zwischenposition fuer ERRγ. Die Verbindung wird in der Forschung typischerweise als feines Pulver mit ≥98 % Reinheit verkauft und ist im Trockenzustand bei 4 °C bis -20 °C lichtgeschuetzt ueber Monate stabil. Im Handel sind Vials zu 5 mg, 10 mg und 50 mg verbreitet; der Anwendungsbezug erfolgt in der Forschungsliteratur fast ausschliesslich subkutan oder intraperitoneal als waessrige Suspension oder in DMSO/Cremophor-Vehikel — die orale Bioverfuegbarkeit ist limitiert. Genau diese pharmakokinetische Limitation ist auch der Grund, weshalb die Burris-Gruppe in der publizierten Forschungsagenda explizit eine oral verfuegbare Folgegeneration als Entwicklungsziel definiert hat.

Wirkmechanismus

SLU-PP-332 entfaltet seine biologischen Effekte ueber die direkte Aktivierung der drei ERR-Isoformen. Die zentrale physiologische Konsequenz ist die transkriptionelle Reprogrammierung in Richtung oxidativer Stoffwechselleistung — derselbe Prozess, der nach mehrwoechigem Ausdauertraining zellulaer beobachtet wird. Daher die Bezeichnung Exercise-Mimetic.

ERR-Aktivierung und PGC-1α-Achse. Im inaktiven Zustand binden die ERR-Rezeptoren als Homodimere oder als Heterodimere mit ihrem Coaktivator PGC-1α an spezifische DNA-Sequenzen, sogenannte ERREs (Estrogen-Related Receptor Response Elements), die in den Promotoren von Hunderten von Stoffwechselgenen liegen. SLU-PP-332 stabilisiert die agonistische Konformation der Ligandenbindungsdomaene, verstaerkt die Rekrutierung von Coaktivatoren und induziert die Transkription dieser Zielgene. Genom-weite RNA-Sequenzierungs-Studien an Skelettmuskel und Herzgewebe zeigen, dass SLU-PP-332 ein breites Spektrum metabolischer Gene aktiviert, das zu einem grossen Teil mit dem Genprogramm ueberlappt, das in Muskelbiopsien nach Ausdauertraining hochreguliert wird (Billon et al. 2024).

Mitochondriale Biogenese und Fettsaeureoxidation. Zu den induzierten Zielgenen zaehlen klassische Marker der mitochondrialen Biogenese (TFAM, NRF1, mtCOX1, mtCytb), Enzyme der β-Oxidation (CPT1B, ACOX1, HADHA), Komponenten der Atmungskette und Transkriptionsfaktoren des oxidativen Stoffwechsels. Die funktionelle Konsequenz ist eine erhoehte Mitochondriendichte, eine verbesserte Atmungskettenkapazitaet und eine Verschiebung des Substratbrennstoffs in Richtung Fettsaeureoxidation. In Adipositas-Modellen geht dies mit erhoehtem Energieumsatz im Ruhezustand und vermehrter Fettsaeureverbrennung einher — ein Befund, der mehrfach in der Burris-Originalarbeit und in der Folgeliteratur bestaetigt wurde.

Skelettmuskel-Faser-Switch. Eine besonders konsistente Beobachtung ist der Faser-Typ-Switch in Skelettmuskel: SLU-PP-332 erhoeht den Anteil oxidativer Typ-IIa-Fasern auf Kosten der glykolytischen Typ-IIb/x-Fasern. Diese Verschiebung ist molekular mit erhoehter Expression mitochondrialer Gene, oxidativer Enzyme und Slow-Twitch-Myosinketten verknuepft und entspricht funktionell genau dem Anpassungsprofil, das nach mehrwoechigem Ausdauertraining beobachtet wird. Da ERRα in Typ-IIa-Fasern besonders dicht exprimiert wird, ist diese Selektivitaet konsistent mit dem postulierten Wirkmechanismus.

Kardiale Effekte: Bioenergetik statt Hypertrophie. Im Herzen wird SLU-PP-332 hauptsaechlich ueber ERRγ vermittelt. In TAC-induzierten Herzinsuffizienz-Modellen (transverse aortic constriction) verbesserte SLU-PP-332 die mitochondriale Ultrastruktur, die Auswurffraktion und die Kontraktilitaet, ohne die kardiale Hypertrophie zu beeinflussen — d. h. die Substanz wirkt nicht ueber strukturelle Wachstums-, sondern ueber bioenergetische Optimierung (Xu et al. 2023, Circulation).

Renale und systemische Wirkungen. In der alternden Niere reduzierte SLU-PP-332 in einer 2023 publizierten Studie an 21 Monate alten Maeusen die altersassoziierte Albuminurie, den Podozytenverlust, die mitochondriale Dysfunktion und die Expression entzuendlicher Zytokine — was die zellulaere Reichweite der ERR-Aktivierung ueber Skelettmuskel und Herz hinaus dokumentiert (Wang et al. 2023, J Am Soc Nephrol).

Forschungsergebnisse

Tiermodelle und In-vitro-Studien

Akute Aerobic-Exercise-Response (Billon et al. 2024, J Pharmacol Exp Ther / PMID 38565308): Die methodisch zentrale Originalpublikation der Burris-Gruppe zeigte, dass eine einmalige subkutane Injektion von SLU-PP-332 in Maeusen ein Genexpressionsprofil im Skelettmuskel ausloest, das einer akuten Trainings-Session aequivalent ist — und dies ERRα-abhaengig: in ERRα-Knockout-Maeusen blieb der Effekt aus. Bei kontinuierlicher zweimaliger Tagesgabe ueber mehrere Wochen verlaengerte sich die Laufdauer auf dem Treadmill um etwa 70 % und die Laufstrecke um etwa 45 % gegenueber Vehikel-Kontrollen. Dieser Befund ist die Schluessel-Evidenz fuer die Bezeichnung Exercise-Mimetic.

Adipositas und metabolisches Syndrom (Billon et al. 2023/2024, J Med Chem / PMID 37739806): In Diaet-induzierten Adipositas-Mausmodellen erhielten Tiere ueber einen Monat zweimal taeglich 50 mg/kg SLU-PP-332 subkutan. Die behandelten Tiere nahmen 10-fach weniger Fett zu als unbehandelte Kontrollen und verloren ueber den Behandlungszeitraum etwa 12 % des Koerpergewichts — ohne Veraenderung der Futteraufnahme oder der spontanen koerperlichen Aktivitaet. Parallel verbesserten sich Glukose-Toleranz, Insulin-Sensitivitaet und Lipidprofil. Mechanistisch lag der Schluessel im erhoehten Ruhe-Energieverbrauch und der gesteigerten Fettsaeureoxidation.

Herzinsuffizienz (Xu et al. 2023, Circulation / PMID 37961903): Pan-ERR-Agonisten einschliesslich SLU-PP-332 und SLU-PP-915 wurden im transverse-aortic-constriction-Modell der Drucklast-induzierten Herzinsuffizienz untersucht. Nach sechswoechiger Behandlung verbesserten beide Substanzen signifikant die linksventrikulaere Auswurffraktion, reduzierten die kardiale Fibrose und Nppa/Nppb-Expression und verlaengerten das Ueberleben der Tiere — wobei dies nicht ueber Verminderung der Hypertrophie, sondern ueber Optimierung der mitochondrialen Ultrastruktur und der Fettsaeureoxidationskapazitaet vermittelt war. Genetische Daten implizieren ERRγ als Hauptmediator des kardialen Effekts.

Niere und Alterung (Wang et al. 2023, J Am Soc Nephrol / PMID 37717940): 21 Monate alte Maeuse erhielten ueber acht Wochen 25 mg/kg/Tag SLU-PP-332. Die Behandlung reduzierte die altersbedingte Albuminurie, den Podozytenverlust, die mitochondriale Dysfunktion und entzuendliche Zytokine in Nierengewebe. Diese Daten erweitern den Anwendungsbereich von ERR-Agonisten ueber Adipositas und Skelettmuskel hinaus auf Modelle altersassoziierter Organdysfunktion.

Sarkopenie und altersbedingter Muskelschwund (Khairallah et al. 2025, Front Physiol / 1616693): Eine 2025 publizierte Pilot-Studie aus der Frontiers-in-Physiology-Gruppe untersuchte SLU-PP-332 in Modellen physischer Inaktivitaet und altersbedingter Muskelatrophie. Die ERR-Achse zeigte sich als mechanistisch zentral fuer die Trainingsanpassung des Skelettmuskels, und SLU-PP-332 induzierte eine Steigerung der ERRα-Expression sowie eine teilweise Wiederherstellung von oxidativen Markern in inaktivierten Muskeln. Die Studie bestaetigt die mechanistische Hypothese, fokussierte jedoch auf Surrogat-Endpunkte und nicht auf funktionelle Kraftleistung.

Pulmonale und arterielle Effekte: Weiterfuehrende Arbeiten der Burris- und Kossiakoff-Gruppen untersuchten kardiovaskulaere Endpunkte ueber Drucklast und Postinfarktszenarien. Erste Daten deuten auf gefaesschuetzende Effekte ueber Verbesserung der Endothelfunktion hin — das vollstaendige Kausalitaets-Profil ist hier aktuell weniger gut charakterisiert als die kardiale Bioenergetik.

In-vitro-Zellkultur: In murinen C2C12-Myotuben und primaeren humanen Skelettmuskelzellen aktiviert SLU-PP-332 dosisabhaengig die Expression mitochondrialer Gene und PGC-1α-Zielgene. Effekte sind im Bereich von 0,1 bis 10 µM beobachtet; oberhalb von 30 µM treten unspezifische Toxizitaetseffekte auf, die in der Literatur als Cut-off-Konzentration markiert werden.

Humandaten

Zum Stand 2026 gibt es keine publizierten randomisierten kontrollierten Studien zu SLU-PP-332 am Menschen zu Adipositas, Ausdauerleistung, Herzinsuffizienz, Sarkopenie oder Stoffwechselparametern. Die Substanz hat die fruehe praeklinische Charakterisierungsphase nicht verlassen. In der publizierten Forschungs-Roadmap der Burris-Gruppe ist die naechste Stufe die Optimierung der Verbindung zu einer oral verfuegbaren Variante, die in regulatorische Praeklinik und nachfolgend in Phase-I-Studien eintreten koennte — diese Schritte sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschlossen.

Indirekte Hinweise stammen aus zwei Quellen: erstens aus der Charakterisierung der menschlichen ERRα-Genetik und -Expression (gewebespezifisch, mit hoher mitochondrialer Co-Expression), die mit den murinen Befunden konsistent ist; zweitens aus klinischen Stoffwechsel-Phaenotypen mit veraenderter ERR-Aktivitaet, die metabolische Auffaelligkeiten (Insulinresistenz, mitochondriale Dysfunktion) zeigen. Beide Linien sind keine Belege fuer Wirksamkeit von SLU-PP-332 am Menschen — sie sind biologische Plausibilitaets-Hinweise, mehr nicht.

Wer die SLU-PP-332 Erfahrung in der publizierten Literatur einordnen moechte, sollte die Asymmetrie zwischen einer breiten praeklinischen Datenbasis (mitochondriale Biogenese, Faser-Switch, Adipositas, Herzinsuffizienz, Niere, Sarkopenie) und dem kompletten Mangel an kontrollierten Humanstudien transparent kommunizieren.

Dosierungen in der Forschungsliteratur

Studie Modell Dosierung Dauer Ergebnis
Billon et al. 2024 (PMID 38565308) Maus, Treadmill Einmalige s.c.-Gabe akut Akutes Genexpressionsprofil entspricht Trainings-Session
Billon et al. 2024 (PMID 38565308) Maus, Treadmill Subkutan, taegl. mehrere Wochen mehrere Wochen Laufdauer +70 %, Laufstrecke +45 %
Billon et al. 2023 (PMID 37739806) DIO-Adipositas-Maus 50 mg/kg s.c., 2x taegl. 4 Wochen Fettzunahme 10x reduziert, -12 % Koerpergewicht
Xu et al. 2023 (PMID 37961903) TAC-Herzinsuffizienz-Maus systemisch 6 Wochen Auswurffraktion↑, Fibrose↓, Ueberleben↑
Wang et al. 2023 (PMID 37717940) Alternde Maus, 21 Monate 25 mg/kg/Tag s.c. 8 Wochen Albuminurie↓, mitochondriale Dysfunktion↓
Khairallah et al. 2025 (Front Physiol) Sarkopenie-Modell systemisch mehrere Wochen ERRα-Expression↑, oxidative Marker↑
C2C12-Myotuben Zellkultur 0,1-10 µM kontinuierlich Mitochondriale Gene↑
Cut-off-Toxizitaet Zellkultur >30 µM Unspezifische Toxizitaet

In nicht-klinischen Forschungsprotokollen erhielten Versuchstiere in dokumentierten Studien typischerweise 25 bis 50 mg/kg pro Tag in einer Aufladephase ueber wenige Wochen, gefolgt von einer Erhaltungsmenge oder einer Pausenphase. Diese Angaben entstammen der wissenschaftlichen Fachliteratur und stellen keine persoenliche Anwendungsempfehlung von Supplement Radar dar. Es existiert kein regulatorisch validierter Dosierungsstandard fuer die Anwendung am Menschen — Allometrie-basierte Skalierung von Maus auf Mensch ist fuer Kernrezeptor-Liganden mit isoformspezifischer Gewebeverteilung methodisch problematisch und liefert keine belastbare Aequivalenzdosis. Die in der Literatur dokumentierten Pharmakokinetik-Daten weisen auf eine Halbwertszeit im Bereich weniger Stunden hin, was die in der Burris-Gruppe gewaehlte zweimal-taegliche Dosierungsfrequenz mechanistisch erklaert.

In Forschungslabors wird lyophilisiertes SLU-PP-332 in der Regel bei -20 °C lichtgeschuetzt als Trockenpulver gelagert. Die Stabilitaet ist nach Herstellerangaben ueber mindestens 24 Monate dokumentiert. Loesungen in DMSO werden in der Regel bei -20 °C aliquotiert und Frier-Tau-Zyklen vermieden, da das Molekuel zwar als kleines, kristallines Heterocyclus-Geruest stabiler ist als ein Polypeptid, aber dennoch oxidative Abbauwege durchlaeuft. HPLC-Analysen zeigen typischerweise minimale Abbauprodukte bei korrekter Lagerung.

Qualitaetskriterien beim Kauf

Wenn du SLU-PP-332 kaufen moechtest, um es in einem Forschungskontext einzusetzen, solltest du auf mehrere Qualitaetsmerkmale achten, die fuer kleine Molekuele anders gelagert sind als fuer Polypeptide. Ein dokumentiertes HPLC-Reinheitsprofil (≥98 %), eine NMR- oder Massenspektrometrie-Bestaetigung der korrekten chemischen Struktur (Molmasse ~408 Da), eine Restloesungsmittel-Analyse (insbesondere DMSO und DMF aus der Synthese) sowie eine mikrobiologische Analyse sollten zum Standard-CoA jeder serioesen Quelle gehoeren. Ein aktuelles Certificate of Analysis (CoA) eines unabhaengigen Drittlabors mit Lot-Nummer fuer Chargenrueckverfolgbarkeit ist Pflicht, gerade weil der globale Markt fuer Forschungschemikalien sehr heterogen ist und bei Kernrezeptor-Liganden Varianten mit isoformselektiven Profilen kursieren.

Die SLU-PP-332 Erfahrung etablierter Forschungsgruppen zeigt zwei wiederkehrende Probleme bei nicht-zertifizierten Quellen: erstens deutliche Reinheitsschwankungen — verunreinigte Chargen koennen unspezifische ERR-Off-Target-Aktivitaet zeigen, was Studien-Reproduzierbarkeit untergraebt; zweitens fehlende Endotoxin-Daten, die in Tiermodellen zu konfundierenden Entzuendungsantworten fuehren. Der SLU-PP-332 Preisvergleich EU zeigt eine Spanne von etwa 8 bis 25 EUR pro mg bei dokumentierter Reinheit ≥98 %. Research Peptide CoA-Verifizierbarkeit ist auch fuer kleine Molekuele wie SLU-PP-332 ein Muss — der Peptide kaufen Deutschland-Markt umfasst Anbieter sehr unterschiedlicher Qualitaetsstufen.

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Rechtlicher Status

SLU-PP-332 ist nicht als Arzneimittel zugelassen — weder in Deutschland noch in der gesamten Europaeischen Union, in der Schweiz oder den Vereinigten Staaten. Es ist auch keine Lebensmittelzutat. SLU-PP-332 ist im deutschen Arzneimittelgesetz (AMG) nicht namentlich gefuehrt und faellt nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG); der Bezug ist fuer wissenschaftliche Forschungszwecke legitim. Jede Anwendung am Menschen ausserhalb registrierter klinischer Studien bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone und wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen. Die WADA-Verbotsliste fuehrt SLU-PP-332 zum aktuellen Stand nicht namentlich — die Klasse "andere Substanzen mit aehnlicher chemischer Struktur oder biologischer Wirkung" koennte jedoch greifen, sobald Exercise-Mimetic-Aktivitaet im Wettkampfsport relevant wird. Als Kaeufer traegst du die alleinige Verantwortung fuer rechtskonformes Handeln, ordnungsgemaesse Forschungshandhabung und die Einhaltung lokaler Vorschriften. Kein Verkauf an Minderjaehrige.

Fazit

SLU-PP-332 ist eines der am besten praeklinisch charakterisierten Exercise-Mimetic-Molekuele der vergangenen Jahre — mit einer breiten Datenbasis zu ERR-Aktivierung, mitochondrialer Biogenese, Faser-Typ-Switch, Adipositas, Herzinsuffizienz, Nieren-Alterung und Sarkopenie in murinen Modellen. Gleichzeitig fehlen bis 2026 jegliche kontrollierte Humanstudien zu Wirksamkeit oder Sicherheit; die Substanz hat die fruehe praeklinische Phase nicht verlassen und die Burris-Gruppe definiert die Optimierung zu einer oral verfuegbaren Variante als naechsten Entwicklungsschritt. Die Tiermodelle weisen ausserdem auf zwei wichtige Beobachtungen hin: ein konsistentes pharmakokinetisches Profil mit kurzer Halbwertszeit (zweimal-taegliche Dosierung in der Originalliteratur) und eine bisher saubere, nicht-toxische Charakterisierung in den publizierten Modellen. Wer SLU-PP-332 in einem Forschungskontext einsetzt, sollte sich der Asymmetrie zwischen praeklinischer Datenbasis und Humanevidenz bewusst sein. Fuer eine umfassende Uebersicht zu weiteren Forschungspeptiden und Bioregulatoren siehe unseren Research-Bereich.


Quellen: 1. Billon C, Sitaula S, Banerjee S, et al. Synthetic ERRα/β/γ Agonist Induces an ERRα-Dependent Acute Aerobic Exercise Response and Enhances Exercise Capacity. J Pharmacol Exp Ther. 2024;389(2):232-240. PMID 38565308. 2. Billon C, Sitaula S, Banerjee S, et al. A Synthetic ERR Agonist Alleviates Metabolic Syndrome. J Pharmacol Exp Ther. 2024;388(2):232-240. PMID 37739806. 3. Xu W, Billon C, Li H, et al. Novel Pan-ERR Agonists Ameliorate Heart Failure Through Enhancing Cardiac Fatty Acid Metabolism and Mitochondrial Function. Circulation. 2023;149(3):227-250. PMID 37961903. 4. Wang XX, Myakala K, Libby AE, et al. Estrogen-Related Receptor Agonism Reverses Mitochondrial Dysfunction and Inflammation in the Aging Kidney. J Am Soc Nephrol. 2023;34(10):1646-1663. PMID 37717940. 5. Khairallah RJ, Burris TP, et al. Targeting ERRs to counteract age-related muscle atrophy associated with physical inactivity: a pilot study. Front Physiol. 2025;16:1616693. 6. Burris TP, et al. Estrogen-related receptor agonists as exercise mimetics: structural basis and therapeutic potential. J Med Chem. 2024 (review).