Thymalin: Was die Forschung ueber den Khavinson-Thymus-Bioregulator zeigt (Stand 2026)
⚠️ Wichtiger Hinweis — Ausschliesslich fuer Forschungszwecke: Thymalin ist kein zugelassenes Arzneimittel und darf nur zu legitimen wissenschaftlichen Forschungszwecken bezogen werden. Eine Anwendung am Menschen wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen und ist ohne aerztliche Zulassung ausserhalb des gesetzlichen Rahmens. Alle beschriebenen Effekte basieren auf Tier- und In-vitro-Studien sowie publizierten Forschungsstudien. Dieser Artikel stellt weder eine Kauf- noch eine Anwendungsempfehlung dar und ersetzt keine medizinische Beratung.
Thymalin gehoert zu jener Klasse von Forschungspeptiden, die in der westlichen Wissenschaft erst spaet bekannt wurden, in der osteuropaeischen Forschung jedoch seit den 1970er Jahren systematisch untersucht werden. Es ist ein Polypeptidkomplex, der aus dem Thymus von Kaelbern extrahiert wird und das prominenteste Beispiel der von Wladimir Khavinson und Vyacheslav Morozov entwickelten Klasse der "Peptid-Bioregulatoren". Anders als monomolekulare Peptide wie BPC-157 oder Selank ist Thymalin ein Gemisch niedermolekularer Peptide, dessen biologische Aktivitaet — wie heute molekularpharmakologisch gezeigt — auf wenigen kurzen Schluesselsequenzen wie KE (Lys-Glu, "Vilon"), EW (Glu-Trp, "Thymogen") und EDP (Glu-Asp-Pro) beruht.
Wer Thymalin kaufen oder die Thymalin Wirkung wissenschaftlich einordnen moechte, betritt damit ein zwiespaeltiges Forschungsfeld: Auf der einen Seite stehen mehrere hundert publizierte Studien aus dem St. Petersburger Institut fuer Bioregulation und Gerontologie mit auffallend konsistenten Ergebnissen — bis hin zu einer 2,1-fachen Mortalitaetsreduktion in einer 8-Jahres-Beobachtungsstudie an 266 Senioren. Auf der anderen Seite stehen die methodischen Limitationen vieler dieser Arbeiten: nicht-randomisierte Designs, fehlende internationale Replikation und ein institutionelles Quasi-Monopol auf die Forschung. Dieser Artikel fasst den Thymalin Studie-Stand 2026 zusammen: Struktur und Wirkmechanismus, die wichtigsten praeklinischen Befunde, die geriatrischen und infektiologischen Humandaten sowie die in der Literatur dokumentierten Thymalin Dosierung-Bereiche. Wir bewerten die Evidenz nuechtern, ohne Heilversprechen, aber auch ohne sie vorschnell abzutun.
Was ist Thymalin?
Thymalin ist ein lyophilisierter Komplex saure-loeslicher Polypeptide mit Molekulargewichten zwischen etwa 1 und 10 kDa, der aus dem Thymus juveniler Rinder ueber kontrollierte enzymatische und chromatographische Verfahren extrahiert wird. Die Ausgangssubstanz wurde 1973 in der Militaermedizinischen Akademie Kirov in Leningrad isoliert; die Methodik wurde in den folgenden zwei Jahrzehnten unter Khavinson und Morozov standardisiert. Die CAS-Nummer 66528-67-0 dokumentiert den Komplex als chemisch definierte Praeparation. Im russischen und ukrainischen Arzneimittelmarkt ist Thymalin seit den 1980er Jahren als verschreibungspflichtiges Immunmodulans gelistet (Markenname "Тималин").
Im westlichen Sinn ist Thymalin keine Reinsubstanz, sondern ein Multikomponenten-Praeparat. Aus diesem Komplex wurden in den 1980er- und 1990er-Jahren mehrere kurze Peptide isoliert und eigenstaendig als synthetische Wirkstoffe charakterisiert: das Dipeptid Glu-Trp wurde unter dem Namen Thymogen, das Dipeptid Lys-Glu unter dem Namen Vilon und das Tripeptid Glu-Asp-Pro als immunaktive Komponente eingefuehrt. Heute gilt es als wissenschaftlich gut belegt, dass diese kurzen Sequenzen die wesentlichen molekularen Effektoren der Thymalin Wirkung sind (Lin'kova et al. 2021, Biology Bulletin Reviews / PMC8365293). Sie sind klein genug, um Zellmembranen passiv zu durchdringen, in den Zellkern zu wandern und dort spezifische DNA-Sequenzen oder Histon-Proteine zu binden.
Synthetisch wird die Forschungsversion von Thymalin heute als lyophilisiertes Pulver in Vials zu typischerweise 5, 10 oder 20 mg angeboten. Die Reinheitskontrolle ist anspruchsvoller als bei monomolekularen Peptiden, weil das Material per Definition ein Gemisch ist; serioese Anbieter dokumentieren das Aminosaeureprofil, das Molekulargewichtsprofil per SDS-PAGE oder MALDI-TOF, einen Endotoxin-Test (<10 EU/mg), den Wassergehalt und Mikrobiologie. Im Trockenzustand ist Thymalin bei -20 °C ueber 24 bis 36 Monate stabil; rekonstituierte Loesungen werden in Forschungslabors typischerweise gekuehlt und innerhalb weniger Tage aufgebraucht.
Wirkmechanismus
Die klassische immunologische Wirkbeschreibung von Thymalin lautet: T-Zell-Reifung und Modulation der peripheren T-Zell-Subpopulationen. In murinen und humanen In-vitro-Modellen induziert Thymalin die Differenzierung CD4+/CD8+ doppelpositiver Thymozyten, erhoeht die Anzahl reifer peripherer T-Zellen, normalisiert die CD4/CD8-Ratio und verstaerkt die phagozytotische Aktivitaet von Makrophagen. Diese Effekte erklaeren, warum Thymalin in der osteuropaeischen Klinik als Immunmodulans fuer Patienten mit erworbener oder altersassoziierter Immunsuppression eingesetzt wurde.
In den vergangenen 15 Jahren ist die mechanistische Forschung jedoch deutlich tiefer gegangen. Khavinson, Anisimov und Mitarbeiter publizierten eine Reihe von Arbeiten, die zeigen, dass die kurzen Peptide aus dem Thymalin-Komplex direkt im Zellkern wirken. Mittels Konfokal-Mikroskopie wurde die Lokalisation der EW- und KE-Dipeptide in Zellkern und Nukleolus dokumentiert. Molekulares Docking ergab, dass das EW-Dipeptid bevorzugt an die Sequenz GGAG der doppelstraengigen DNA in der klassischen B-Form bindet, waehrend das KE-Dipeptid die kuratierte nukleosomale Form mit der Sequenz GCGC bevorzugt (Lin'kova et al. 2021). Diese Spezifitaet erklaert die Selektivitaet der Genexpressions-Effekte.
Epigenetische Genregulation. Eine 2023 publizierte Genexpressions-Analyse zeigte, dass die Dipeptide EW und KE die Transkription von AKT1- und AKT2-Proteinen modulieren — beide sind zentrale Knoten in der proinflammatorischen Signalkaskade des Cytokine-Storm-Syndroms. EW reguliert spezifisch die Expression von ACE2 und CYSLTR1 (relevant fuer SARS-CoV-2-Eintritt und Leukotrien-Signaltransduktion), KE reguliert das CHUK-Gen (Komponente des IκB-Kinase-Komplexes, NF-κB-Signaltransduktion) (Khavinson et al. 2023, International Journal of Molecular Sciences / PMC10488166).
Zytokin-Modulation. In humanen mononukleaeren Zellen des peripheren Blutes (PBMC) reduzieren Thymalin und seine Dipeptide die Synthese von IL-1β, IL-6 und TNF-α um Faktor 1,4 bis 6,0. Dieser Effekt ist die mechanistische Grundlage fuer die geprueften Anwendungen bei Cytokine-Storm-Syndromen (z.B. schwerem COVID-19) und chronisch-entzuendlichen Erkrankungen.
Heat-Shock-Proteine und Gerontogene. Die Khavinson-Gruppe argumentiert, dass die Bioregulator-Peptide ueber Modulation von HSP70, HSP90 und sogenannten "Gerontogenen" (Genen mit altersabhaengiger Expressionsveraenderung) den zellulaeren Alterungsprozess verlangsamen. Diese Hypothese ist in der westlichen Gerontologie umstritten und experimentell bislang nur in Khavinson-Laboratorien repliziert.
Stammzell-Differenzierung. In Mausstamm-Zellkulturen induzieren KE und EW die Differenzierung haematopoetischer und lymphoider Progenitoren. Dies ist die mechanistische Brueckenhypothese zur beobachteten Verbesserung der Lymphozytenzahlen in geriatrischen und onkologischen Studien.
Forschungsergebnisse
Tiermodelle und In-vitro-Studien
Experimentelle Tuberkulose-Modelle: Eine Serie sowjetischer und russischer Studien aus den 1980er- und 1990er-Jahren testete Thymalin als Adjuvans zu Standard-Tuberkulostatika in Meerschweinchen mit experimenteller Mycobacterium-tuberculosis-Infektion. Die Kombination mit Thymalin verlaengerte die Ueberlebenszeit signifikant, reduzierte die Lungendichte und das Milzgewicht und erhoehte die Anzahl und Proliferationsaktivitaet der T-Lymphozyten gegenueber alleiniger Antibiotikatherapie (Pavlova et al. 1991, Probl Tuberk / PMID 1803376).
Strahlenexposition und Knochenmark-Suppression: In murinen Modellen subletaler ionisierender Strahlung beschleunigte Thymalin die Erholung der peripheren Lymphozytenzahlen, der Thymus-Zellularitaet und der Knochenmark-Hemopoese. Dieser Befund ist die Grundlage der spaeteren onkologischen Begleitanwendung in der osteuropaeischen Klinik.
In-vitro-Inflammationsmodelle: Die Anwendung von Thymalin sowie der isolierten EW- und KE-Dipeptide in LPS-stimulierten humanen PBMCs reduzierte die Sekretion von TNF-α (Faktor 4,2-6,0), IL-6 (Faktor 1,4-2,8) und IL-1β (Faktor 2,0-3,5) dosisabhaengig. Die Effekte waren nach 24-stuendiger Praeinkubation am staerksten ausgepraegt (Lin'kova et al. 2021).
Replikative Alterung in Lymphozyten: Studien an primaeren humanen T-Lymphozyten in seriellen Passagen zeigten, dass Zugabe von KE und EW die Anzahl der Populationsverdoppelungen vor seneszentem Arrest signifikant erhoeht und die Telomerase-Aktivitaet messbar steigert. Diese Befunde sind die mechanistische Grundlage der Hypothese, dass Bioregulator-Peptide die Hayflick-Limite zellulaerer Replikation modulieren koennen.
Endometrium- und Reproduktions-Studien: In Tiermodellen reproduktiver Alterung verlaengerten Thymalin und Epithalamin die fertile Phase weiblicher Ratten und reduzierten die Inzidenz spontan auftretender ovarieller Tumoren — Befunde, die in den Khavinson-Reviews als Evidenz fuer einen systemischen geroprotektiven Effekt angefuehrt werden.
Humandaten
6-8-Jahres-Geroprotektions-Studie (Khavinson & Morozov 2003, Neuroendocrinol Lett / PMID 14523363): Dies ist die meistzitierte Humanstudie zu Thymalin. 266 Personen ueber 60 Jahren wurden in vier Gruppen randomisiert (Thymalin, Epithalamin, Thymalin + Epithalamin, Kontrolle) und ueber 6 bis 8 Jahre nachbeobachtet. Die aktiven Gruppen erhielten in den ersten 2-3 Jahren der Studie wiederholt Behandlungskurse. Die Autoren berichten eine 2,0-2,4-fache Reduktion akuter Atemwegsinfektionen, eine reduzierte Inzidenz von Manifestationen ischaemischer Herzkrankheit, Hypertonie, Osteoarthrose und Osteoporose sowie — als primaer berichtetes Ergebnis — eine 2,0-2,1-fache Mortalitaetsreduktion in der Thymalin-Gruppe und eine 2,5-fache Reduktion in der Kombinationsgruppe gegenueber Kontrolle. Eine Untergruppe, die ueber 6 Jahre annual behandelt wurde, zeigte sogar eine 4,1-fache Mortalitaetsreduktion. Die Studie wurde nicht doppelblind durchgefuehrt; eine internationale Replikation steht aus.
Chronische pulmonale Tuberkulose (Khoroshilova-Maslova et al. 1990, Probl Tuberk / PMID 2080155): In der Komplextherapie destruktiver Lungentuberkulose verkuerzte die Hinzufuegung von Thymalin (5-10 mg IM ueber 5-10 Tage) die Hospitalisationsdauer signifikant und beschleunigte die Konversion der Sputumkulturen.
Schweres COVID-19 bei aelteren Patienten (Kuznik et al. 2021, Adv Gerontol / PMC8654498): Eine Pilotstudie an aelteren Patienten mit schwerer COVID-19-Pneumonie (Cytokine-Storm-Phaenotyp, marked Lymphopenia, erhoehte Akut-Phase-Reaktanten) testete Thymalin als Add-on nach Versagen von Hydroxychloroquin, Cefoperazon/Sulbactam und Tocilizumab. In zwei publizierten Fallberichten (72- und 69-jaehriger Patient) fuehrte die Thymalin-Behandlung zu einer Verdopplung der Lymphozytenzahl, einer Reduktion des C-reaktiven Proteins um Faktor 8 und einer Reduktion des IL-6 um Faktor 2,5. Die Autoren initiierten daraufhin eine randomisiert-kontrollierte Studie, deren Ergebnisse zum Zeitpunkt dieses Updates noch nicht publiziert sind.
Geriatrische Immunkorrektur (mehrere russische Studien, Anfang 2000er): In einer Reihe offener Studien an geriatrischen Patienten mit altersassoziierter Immunsuppression normalisierte Thymalin die CD4/CD8-Ratio, erhoehte die Anzahl reifer T-Zellen und reduzierte die Inzidenz interkurrenter Infektionen. Methodisch sind diese Studien meist als Pre-Post-Vergleiche ohne aktive Kontrolle dokumentiert.
Onkologische Begleitanwendung: In mehreren russischen Onkologie-Kliniken wurde Thymalin nach Chemo- oder Radiotherapie als Adjuvans gegen Knochenmark-Suppression eingesetzt. Berichtet wurden eine schnellere Erholung der Leukozyten- und Lymphozytenzahlen sowie eine reduzierte Inzidenz neutropener Infektionen. Diese Daten sind weitgehend nicht in englischsprachigen RCTs verifiziert worden.
Die Thymalin Erfahrung in der publizierten Literatur ist damit charakterisiert durch ein konsistentes praeklinisches Effektmuster (Immunmodulation, Anti-Inflammation, T-Zell-Differenzierung), eine ungewoehnlich grosse geriatrische Beobachtungsstudie mit beeindruckenden Effektgroessen und eine signifikante methodische Limitation: Die ueberwaeltigende Mehrheit der Daten stammt aus einer einzigen Forschergruppe in St. Petersburg. Internationale, doppelblind-randomisierte, multizentrische Replikationen fehlen bislang. Wer die Thymalin Wirkung kritisch einordnet, muss diese Heterogenitaet der Evidenzqualitaet anerkennen.
Dosierungen in der Forschungsliteratur
| Studie | Modell | Dosierung | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Khavinson & Morozov 2003 (PMID 14523363) | Geriatrie, 266 Personen >60 J | wiederholte 5-10-Tage-Kurse | 2-3 Jahre Behandlung, 6-8 J Follow-up | Mortalitaet 2,0-2,1x reduziert |
| Khoroshilova-Maslova 1990 (PMID 2080155) | Pulmonale Tuberkulose | 5-10 mg IM | 5-10 Tage | Hospitalisationsdauer↓, Sputum-Konversion↑ |
| Kuznik 2021 (PMC8654498) | Schweres COVID-19, geriatrisch | 10 mg IM | 7-10 Tage | Lymphozyten 2x↑, CRP 8x↓, IL-6 2,5x↓ |
| Pavlova 1991 (PMID 1803376) | Meerschweinchen, exp. TBC | praeklinisch | Begleitkurs | T-Lymphozyten↑, Lungendichte↓ |
| Lin'kova 2021 (PMC8365293) | Humane PBMCs in vitro | nM-µM Konzentrationen | 24-72 h | TNF-α 4-6x↓, IL-6 1,4-2,8x↓ |
| Khavinson 2023 (PMC10488166) | Genexpressions-Analyse | nM-µM | 24 h | AKT1/AKT2-Modulation, ACE2↓ |
| Russische Onkologie-Praxis | Post-Chemo/-Radiotherapie | 5-20 mg IM | 5-10 Tage | Schnellere Leukozyten-Erholung |
In nicht-klinischen Forschungsprotokollen erhielten Probanden in dokumentierten Studien typischerweise 5 bis 20 mg Thymalin pro Tag in einer Aufladephase ueber 3 bis 10 Tage, mit kumulativen Kursdosen von 30 bis 100 mg. Diese Angaben entstammen der wissenschaftlichen Fachliteratur und stellen keine persoenliche Anwendungsempfehlung von Supplement Radar dar. Es existiert kein regulatorisch validierter Dosierungsstandard fuer die Anwendung am Menschen ausserhalb des russischen und ukrainischen Marktes; in der EU und in den USA ist Thymalin nicht als Arzneimittel zugelassen. Die in der osteuropaeischen Literatur gebraeuchlichen Wiederholungs-Intervalle reichen von 1 bis 6 Monaten zwischen Kursen.
In Forschungslabors wird lyophilisiertes Thymalin bei -20 °C als Trockenpulver gelagert; die Stabilitaet ist nach Herstellerangaben ueber 24 bis 36 Monate dokumentiert. Rekonstituierte Loesungen in steriler isotonischer NaCl- oder bakteriostatischer Wasser-Loesung sind unter Kuehlung (2-8 °C) typischerweise 7 bis 14 Tage stabil. Frier-Tau-Zyklen sollten vermieden werden, da das Polypeptidgemisch differenziell auf physikalischen Stress reagiert. HPLC-Profile zeigen typischerweise marginale Verschiebungen bei korrekter Kuehlkette.
Qualitaetskriterien beim Kauf
Wenn du Thymalin kaufen moechtest, um es in einem Forschungskontext einzusetzen, solltest du auf mehrere Qualitaetsmerkmale achten, die fuer Polypeptid-Komplexe besonders wichtig sind. Im Gegensatz zu monomolekularen Peptiden ist das analytische Profil aufwendiger: ein dokumentiertes Aminosaeure-Analyseprofil, ein SDS-PAGE- oder MALDI-TOF-Molekulargewichtsprofil zur Bestaetigung der Komplexzusammensetzung, ein Endotoxin-Test (<10 EU/mg), Wassergehalt (<8 %) und Mikrobiologie (Gesamtkeimzahl, Hefe/Schimmel, Pathogene) sollten zum Standard-CoA jeder serioesen Quelle gehoeren. Ein aktuelles Certificate of Analysis (CoA) eines unabhaengigen Drittlabors mit Lot-Nummer fuer Chargenrueckverfolgbarkeit ist Pflicht. Achte auf lyophilisiertes Pulver, EU-Versand ohne Zollkomplikationen und transparente Preisangaben in EUR.
Die Thymalin Erfahrung etablierter Forschungsgruppen hebt zwei Punkte hervor: Erstens ist die Variabilitaet zwischen Anbietern bei Polypeptid-Komplexen substanziell groesser als bei monomolekularen Peptiden — die exakte Zusammensetzung haengt vom Extraktionsverfahren, der Tierherkunft und der Aufreinigung ab. Zweitens ist die Lagerqualitaet zwischen Synthese und Versand kritisch: Anbieter mit kuehlkettenkonformem EU-Lager liefern in aller Regel deutlich konsistentere Materialqualitaet als Anbieter, die ueber Drittlaender mit unklaren Lagerbedingungen versenden. Der Thymalin Preisvergleich EU zeigt eine Spanne von etwa 1,50 bis 4,00 EUR pro mg bei dokumentierter Reinheit ≥98 %. Research Peptide CoA-Verifizierbarkeit ist gerade bei Bioregulator-Komplexen ein Muss — der Peptide kaufen Deutschland-Markt umfasst Anbieter sehr unterschiedlicher Qualitaetsstufen.
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Rechtlicher Status
Thymalin ist in Deutschland und in der gesamten Europaeischen Union nicht als Arzneimittel zugelassen. In Russland und in der Ukraine ist es seit den 1980er Jahren als verschreibungspflichtiges Immunmodulans gelistet ("Тималин"); diese Zulassung gilt jedoch nicht in der EU. Der Bezug ist ausschliesslich zu wissenschaftlichen Forschungszwecken legitim — eine Anwendung am Menschen ausserhalb der osteuropaeischen Zulassung erfolgt im rechtlichen Graubereich und wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen. Als Bezugnehmer bist du fuer die rechtliche Konformitaet, die sachgerechte Forschungsanwendung und die Einhaltung lokaler Bestimmungen selbst verantwortlich. Kein Verkauf an Minderjaehrige.
Fazit
Thymalin ist eines der am besten dokumentierten Forschungspeptide aus der osteuropaeischen Bioregulator-Tradition — mit einer ungewoehnlich grossen geriatrischen Beobachtungsstudie, einem mechanistisch zunehmend gut charakterisierten Wirkungsprofil ueber kurze Schluesseldipeptide (KE, EW, EDP) und einer breiten praeklinischen Evidenzbasis fuer Immunmodulation und Anti-Inflammation. Gleichzeitig fehlen rigorose internationale Multizenter-RCTs, und die ueberwaeltigende Mehrheit der Wirksamkeitsdaten stammt aus dem Khavinson-Institut in St. Petersburg. Wer Thymalin im Forschungskontext einsetzt, sollte diese Asymmetrie der Evidenz kennen und die Daten entsprechend gewichten. Fuer einen umfassenden Ueberblick ueber andere Peptid-Bioregulatoren und Forschungspeptide siehe unsere Research-Sektion.
Quellen: 1. Khavinson VK, Morozov VG. Peptides of pineal gland and thymus prolong human life. Neuroendocrinol Lett. 2003;24(3-4):233-240. PMID 14523363. 2. Lin'kova NS, Drobintseva AO, Orlova OA, et al. The Use of Thymalin for Immunocorrection and Molecular Aspects of Biological Activity. Biology Bulletin Reviews. 2021;11(4):377-389. PMC8365293. 3. Kuznik BI, Khavinson VK, Linkova NS, et al. Peptide Drug Thymalin Regulates Immune Status in Severe COVID-19 Older Patients. Adv Gerontol. 2021;11(4):396-401. PMC8654498. 4. Khavinson VK, Lin'kova NS, Kozhevnikova EO, et al. The Influence of KE and EW Dipeptides in the Composition of the Thymalin Drug on Gene Expression and Protein Synthesis Involved in the Pathogenesis of COVID-19. Int J Mol Sci. 2023;24(17):13377. PMC10488166. 5. Pavlova MV, Karachunskii MA, Litvinov VI. Effect of thymus preparations and anti-tuberculosis agents on immunologic reactivity and the course of the tuberculosis process in experimental animals. Probl Tuberk. 1991;(11):71-74. PMID 1803376. 6. Khoroshilova-Maslova IP, et al. Effectiveness of administration of thymalin in the complex treatment of pulmonary tuberculosis. Probl Tuberk. 1990;(11):16-19. PMID 2080155. 7. Anisimov VN, Khavinson VKh. Geroprotective effect of thymalin and epithalamin. Adv Gerontol. 2002;11:135-142. PMID 12577695.