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Melanotan II: Was die Forschung ueber den Melanocortin-Agonisten zeigt (Stand 2026)

⚠️ Wichtiger Hinweis — Ausschliesslich fuer Forschungszwecke: Melanotan II ist kein zugelassenes Arzneimittel und darf nur zu legitimen wissenschaftlichen Forschungszwecken bezogen werden. Eine Anwendung am Menschen wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen und ist ohne aerztliche Zulassung ausserhalb des gesetzlichen Rahmens. Alle beschriebenen Effekte basieren auf Tier- und In-vitro-Studien. Dieser Artikel stellt weder eine Kauf- noch eine Anwendungsempfehlung dar und ersetzt keine medizinische Beratung.

Melanotan II — kurz MT-II oder MT2 — ist eines der historisch bedeutendsten Forschungspeptide der Melanocortin-Pharmakologie. Die zyklische, sieben Aminosaeuren lange Verbindung wurde in den spaeten 1980er- und fruehen 1990er-Jahren an der University of Arizona von Mac Hadley, Victor Hruby, Robert Dorr, Norman Levine und Mitarbeitern entwickelt mit dem ursprueglichen Ziel, einen stabilen, hochpotenten Agonisten am Melanocortin-System zu schaffen, der die kurze Halbwertszeit und Hydrolyseempfindlichkeit des natuerlichen alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (alpha-MSH) ueberwindet. Aus dem gleichen Forschungsprogramm gingen spaeter Bremelanotide (PT-141) als selektiverer MC4R-Agonist und Afamelanotide (Scenesse) als zugelassenes Arzneimittel zur Behandlung der erythropoetischen Protoporphyrie hervor. Melanotan II selbst ist bis heute kein zugelassenes Arzneimittel, sondern ausschliesslich ein Werkzeug der praeklinischen Pharmakologie.

Dieser Artikel fasst den wissenschaftlichen Forschungsstand 2026 zu Melanotan II zusammen. Er beschreibt Struktur und Wirkmechanismus, die Befunde aus Pigmentierungs-, Stoffwechsel-, Verhaltens- und Sexualphysiologie-Studien an Tiermodellen, das Sicherheitsprofil mit dokumentierten unerwuenschten Wirkungen sowie die in der Forschungsliteratur typischen Dosierungen. Wir ordnen die Befunde kritisch ein und verzichten bewusst auf Heilversprechen. Fuer Forscher, die Melanotan II kaufen moechten, ist gerade die Kombination aus klar definiertem Mechanismus, robuster praeklinischer Evidenz und gleichzeitig dokumentierten Toxizitaets-Fallberichten beim Off-Label-Gebrauch das zentrale Thema.

Was ist Melanotan II?

Melanotan II ist ein zyklisches Heptapeptid mit der Struktur Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2 und einer Molmasse von 1024,2 g/mol (CAS 121062-08-6). Die zyklische Lactam-Bruecke zwischen Asp und Lys verleiht dem Molekuel die hohe Stabilitaet und Rezeptorbindungsaffinitaet, die seinen Status als pharmakologisches Werkzeug begruendet. Das Peptid leitet sich strukturell von der Kernsequenz His-Phe-Arg-Trp ab — dem konservierten Pharmakophor aller Melanocortine — wobei die D-Phe-Substitution die proteolytische Stabilitaet erhoeht und gleichzeitig die Bindungsaffinitaet an MC1R, MC3R, MC4R und MC5R im niedrig-nanomolaren Bereich haelt. MC2R, der ACTH-Rezeptor der Nebenniere, wird klinisch nicht relevant aktiviert.

Die Entdeckungsgeschichte beginnt mit der Frage, ob ein synthetischer Agonist die alpha-MSH-Wirkung verlaengern und damit als chemopraeventive Substanz gegen UV-induzierte Hautkrebsformen einsetzbar waere. Hadley, Hruby und Mitarbeiter publizierten 1989 die strukturelle Charakterisierung der zyklischen Familie, gefolgt von praeklinischen Pigmentierungsstudien an Mausen, Meerschweinchen und schliesslich am Menschen. Die patentierte Substanz wurde unter dem Forschungscode MT-II in zahlreiche akademische Studien eingebracht, ohne jemals den Pfad einer regulaeren Arzneimittelzulassung beschritten zu haben. Stattdessen entwickelte das Team mit Bremelanotide (PT-141) und Afamelanotide zwei spezialisierte Derivate fuer klinische Indikationen.

Chemisch ist Melanotan II als lyophilisiertes weisses Pulver typischerweise in 10-mg-Vials verfuegbar, hervorragend in waessrigen Loesungen und bakteriostatischem Wasser loeslich, photo- und temperaturstabil unter trockener Lagerung bei -20 °C. Im Forschungskontext werden Vials per HPLC-UV (Absorption rund 280 nm) und per LC-MS auf Sequenzintegritaet geprueft. Eine wichtige forensisch-analytische Arbeit von Breindahl et al. (PMID 24771717) untersuchte 2014 illegal ueber das Internet vertriebene MT-II-Vials und fand, dass der tatsaechliche Wirkstoffgehalt zwischen 4,32 und 8,84 mg pro deklariertem 10-mg-Vial schwankte — ein deutlicher Hinweis auf die Bedeutung verifizierbarer Reinheits- und Mengenangaben durch ein Certificate of Analysis (CoA) bei jedem serioesen Anbieter.

Wirkmechanismus

Melanotan II ist ein nicht-selektiver Agonist an vier von fuenf bekannten Melanocortin-Rezeptoren: MC1R, MC3R, MC4R und MC5R. Alle vier sind G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, die ueber Gαs Adenylylzyklase aktivieren und zellulaeres cAMP erhoehen. Die unterschiedlichen biologischen Effekte ergeben sich aus der gewebespezifischen Expression dieser Rezeptoren.

MC1R — Pigmentierung. MC1R wird vorrangig auf Melanozyten der Haut, der Haarfollikel und der Iris exprimiert. Die Aktivierung durch MT-II erhoeht cAMP, aktiviert Proteinkinase A (PKA) und phosphoryliert den Mikrophthalmie-assoziierten Transkriptionsfaktor (MITF). MITF wiederum induziert die Transkription der Schluesselenzyme der Melaninbiosynthese — Tyrosinase, TYRP1 und DCT. Dies fuehrt zur Beschleunigung der Konversion von Tyrosin zu Eumelanin (braun-schwarz) und in geringerem Umfang Phaeomelanin (rot-gelb). Diese Achse erklaert die in zahlreichen Tier- und Humanstudien dokumentierte UV-unabhaengige Bildung von Pigment, die der Substanz ihren Trivialnamen "Tanning Peptide" eingebracht hat. Die MT-II-Wirkung ist nicht-selektiv hinsichtlich Eumelanin- vs. Phaeomelanin-Synthese, was sich von gezielteren Liganden wie Afamelanotide unterscheidet.

MC3R und MC4R — Energiestoffwechsel und Verhalten. MC3R und MC4R werden vorwiegend im Hypothalamus und peripheren Stoffwechselgeweben exprimiert. MC4R-Aktivierung ist ein zentraler anorexigener Stimulus: sie reduziert Nahrungsaufnahme und erhoeht Energieverbrauch. Marsh, Hollopeter, Cone und Mitarbeiter zeigten in Knockout-Maeusen, dass die Loss-of-function von MC4R zu schwerer Adipositas fuehrt. Akute MT-II-Gabe in Ratten und Maeusen reduziert Nahrungsaufnahme dosisabhaengig (Fan et al. 1997, Nature). MC3R moduliert Energieaufnahme und Fettmasse-Verteilung. Forrest et al. (PMID 33332767) demonstrierten 2020, dass MT-II die thermogene Kapazitaet in PACAP-defizienten Maeusen partiell wiederherstellt — eine Bestaetigung der zentralen Rolle des Melanocortin-Systems in der nicht-zitternden Thermogenese.

MC4R — Sexualfunktion. Wessells, Levine und Hadley publizierten 2000 die Schluesselbeobachtung, dass MT-II in Maennern mit organischer erektiler Dysfunktion in 17 von 20 Faellen Spontan-Erektionen ausloeste, ohne sexuelle Stimulation (Wessells et al., Int J Impot Res 2000, PMID 11035391). 13 von 19 Dosierungen erzeugten subjektiv erhoehtes sexuelles Verlangen, gegenueber 4 von 21 Plazebo-Dosen. Im Rattenmodell (Pfaus et al. 2007, PMID 17113634) erhoehte MT-II die proceptiven Sexualverhalten weiblicher Ratten. Die zugrundeliegende Achse — zentrale MC4R-Aktivierung in praeoptischen und paraventrikulaeren Hypothalamuskernen mit nachfolgender NO-vermittelter cavernoser Druckerhoehung — ist im Kaninchenmodell von Vemulapalli et al. detailliert beschrieben worden. Aus dieser Erkenntnis entwickelte sich Bremelanotide (PT-141) als selektivere MC4R-fokussierte Substanz, die 2019 als Vyleesi fuer hypoaktive Sexualstoerung der Frau zugelassen wurde.

MC5R — exokrine Sekretion. MC5R findet sich auf exokrinen Druesen (Talgdruesen, Schweissdruesen, Bartholin-Druesen). Die klinische Relevanz fuer MT-II ist begrenzt; Tiermodelle deuten auf modulierte Talgproduktion und immunmodulatorische Effekte hin.

Sekundaere Effekte. MT-II zeigt darueber hinaus Effekte auf die HPA-Achse, die Insulinsensitivitaet (PMID 15971058: ICV-Injektion erhoeht Glukose-Disposal in Maeusen), die zentrale Sympathikus-Aktivitaet (Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz), die Anxiogenese in einigen Modellen sowie eine Modulation der Belohnungssignalisierung (PMID 26108334: Synergie mit Naltrexon bei Ethanol-Konsum in Maeusen). Diese pleiotrope Wirkung ist Konsequenz der breiten Rezeptorbindung und unterstreicht, warum MT-II als selektives Tool nicht ideal ist — neuere selektive MC4R- oder MC1R-Liganden werden in der akademischen Forschung zunehmend bevorzugt.

Forschungsergebnisse

Tiermodelle und In-vitro-Studien

Pigmentinduktion in Mausen und Meerschweinchen (Hadley et al., Pigment Cell Res 1989-1996, PMID 8637402, PMID 7983590): Die Grundlagenarbeiten dokumentierten dosisabhaengige Hyperpigmentierung der Haut und der Haarfollikel in mehreren Saeugerspezies nach systemischer MT-II-Gabe. Die Wirkung trat ueber Tage bis Wochen ein und korrelierte mit erhoehter Tyrosinase-Aktivitaet in Hautbiopsien. Diese Studien begruendeten das Konzept der Substanz als chemopraeventives Agens fuer UV-induzierten Hautkrebs.

Erektionsinduktion in Ratten (Wessells et al. 1998; Andersson et al., Neuroscience 2005): Intravenoese, intrathekale und intracerebroventrikulaere Applikation von MT-II in wachen Ratten erzeugte konsistent Erektionen, die durch akute Entfernung der lumbalen paravertebralen Sympathikus-Kette aufgehoben wurden. Diese Befunde etablierten die zentrale wie periphere Komponente der melanocortinergen Erektionssteuerung.

Proceptive Sexualverhalten weiblicher Ratten (Pfaus et al. 2007, PMID 17113634): MT-II steigerte in einem etablierten Verhaltensparadigma die appetitiven Komponenten weiblicher Sexualverhalten (Soliziting, Hopping, Darting), waehrend die receptiven Komponenten unveraendert blieben. Diese Arbeit war ein zentraler Datenpunkt in der spaeteren Bremelanotide-Entwicklung.

Cavernose Druckerhoehung in Kaninchen (Vemulapalli et al., J Pharmacol Exp Ther, PMC1572913): Zentrale MT-II-Aktivierung erzeugte messbaren Anstieg des intracavernosen Drucks, der durch L-NAME (NO-Synthase-Inhibitor) vollstaendig blockiert werden konnte. Dies belegt die NO-vermittelte Achse zwischen ZNS und peripherem Erektionsgewebe.

Insulin-Sensitivitaet bei Maeusen (PMID 15971058): Intracerebroventrikulaere MT-II-Gabe erhoehte die Insulin-vermittelte Glukose-Disposition signifikant — ein Befund, der MC4R im Glukose-Stoffwechsel positioniert und die spaeter dokumentierten metabolischen Effekte von MC4R-Agonisten (z. B. Setmelanotide bei MC4R-Defizienz) konzeptuell vorbereitete.

Reduktion NPY-induzierter Hyperphagie (PMID 12535159): MT-II reduzierte in maennlichen Ratten die orexigenen und adipogenen Effekte von Neuropeptid Y, ohne die NPY-vermittelte Suppression der gonadotropen und somatotropen Achsen zu beeinflussen. Dies illustriert die selektive Rolle des Melanocortin-Systems im Hunger-Saettigungs-Kreislauf.

Synergie mit Naltrexon bei Binge-Trinken (PMID 26108334): In maennlichen C57BL/6J-Maeusen reduzierte MT-II in einer subliminalen Dosis von 0,26 mg/kg in Kombination mit Naltrexon das Binge-Ethanol-Trinken um den Faktor 7,6 — ein Hinweis auf melanocortinerge Modulation des opioiden Belohnungssystems.

Memory-Recovery in Zebrafisch (Sciencedirect 2023): MT-II revertierte in Zebrafischen, die mit einer Hochfett-Diaet gefuettert wurden, die Beeintraechtigung des Wiedererkennungsgedaechtnisses und reduzierte angstaehnliches Verhalten. Diese cross-Species-Befunde stuetzen die zentralen anxiolytischen und kognitiven Effekte des Melanocortin-Systems.

Thermogenese-Wiederherstellung in PACAP-defizienten Maeusen (Forrest et al. 2020, PMID 33332767): MT-II als Melanocortin-Agonist stellte die beeintraechtigte thermogene Kapazitaet in PACAP-Knockout-Mausen partiell wieder her und unterstrich damit die Rolle des Melanocortin-Systems als nachgeschaltete Komponente der hypothalamischen Thermoregulation.

Humandaten

Pigmentierungsstudien (Levine et al. JAMA 1991): In Phase-I-Studien an gesunden Probanden induzierte subkutane MT-II-Applikation in einer Dosis-Eskalation eine sichtbare Hyperpigmentierung, die mehrere Wochen anhielt. Bemerkenswert: die Pigmentierung trat auch ohne UV-Exposition auf, was den Mechanismus als rein rezeptorvermittelt bestaetigte.

Erektile Dysfunktion (Wessells et al., Int J Impot Res 2000, PMID 11035391): In einer doppelblinden Plazebo-kontrollierten Crossover-Studie an 20 Maennern mit organischer ED erzeugte MT-II in 17/20 Faellen Erektionen ohne sexuelle Stimulation. Subjektiv erhoehtes Verlangen wurde in 13/19 MT-II-Dosen vs. 4/21 Plazebo berichtet. Haeufig dokumentierte Nebenwirkungen waren Uebelkeit und Gaehnen.

Toxizitaet und unerwuenschte Wirkungen (Devoto et al. 2012, PMID 23121206; Cardones & Grichnik 2012): Mehrere Fallberichte dokumentieren systemische Toxizitaet inkl. Rhabdomyolyse, sympathomimetisches Syndrom, Niereninfarkt (PMID 31953620), atypische naevus-aehnliche Pigmentveraenderungen und in Einzelfaellen Melanome bei Off-Label-Anwendern. Diese Berichte stammen ueberwiegend aus dem Graumarkt-Kontext mit unkontrollierter Substanzqualitaet und nicht-validierter Selbst-Dosierung.

Qualitative User-Studie (Brennan & Wells 2021, PMID 34464955): Eine systematische Befragung von 16 Off-Label-Anwendern in Australien dokumentierte sowohl die Motivation (Tan-induktion, kosmetische Effekte) als auch ein breites Nebenwirkungsspektrum von Uebelkeit bis zu pigmentierten Naevus-Veraenderungen. Die Autoren kritisieren das Fehlen jedweder regulatorischer Rahmenbedingungen.

Eine kontrollierte Phase-2/3-Studie zu Melanotan II als Arzneimittel existiert nicht. Stattdessen wurde aus dem Forschungsprogramm Bremelanotide (Vyleesi) entwickelt — als selektiverer MC4R-Agonist mit guenstigerem Sicherheitsprofil.

Dosierungen in der Forschungsliteratur

Studie Modell Dosierung Dauer Ergebnis
Hadley et al. 1989 Maus, Pigmentinduktion 0,1-1 mg/kg s.c. 5-10 Tage Hyperpigmentierung
Wessells et al. 2000 Mensch, ED-Studie 0,025 mg/kg s.c. Akut, 2 Dosen Erektion in 17/20
Pfaus et al. 2007 Ratte, weiblich 0,1-0,5 mg/kg i.p. Akut Proceptive Verhalten ↑
Forrest et al. 2020 Maus, PACAP-KO 1 mg/kg i.p. 7 Tage Thermogenese-Wiederherstellung
Vemulapalli et al. Kaninchen, ICV 100 ng Akut Cavernoser Druck ↑
PMID 15971058 Maus, ICV 1 nmol Akut Insulin-Sensitivitaet ↑
PMID 26108334 Maus, C57BL/6J 0,26 mg/kg i.p. Akut Synergie mit Naltrexon

In nicht-klinischen Forschungsprotokollen erhielten Probanden in dokumentierten Studien typischerweise eine Dosis im Bereich von 0,025-0,1 mg/kg subkutan in einer Aufladephase ueber wenige Tage, gefolgt von einer Erhaltungsmenge in groesseren Abstaenden. Diese Angaben entstammen der wissenschaftlichen Fachliteratur und stellen keine persoenliche Anwendungsempfehlung von Supplement Radar dar. Es existiert kein regulatorisch validierter Dosierungsstandard fuer die Anwendung am Menschen.

In Forschungslabors wird lyophilisiertes Melanotan II bei -20 °C gelagert; rekonstituierte Loesungen in bakteriostatischem Wasser sind unter Kuehlung (2-8 °C) typischerweise fuer 14-30 Tage stabil. Aufgrund der zyklischen Lactam-Struktur ist MT-II deutlich hydrolyse-stabiler als lineare alpha-MSH-Analoga. Photoabbau ist gering, aber Lichtschutz wird in Standardprotokollen empfohlen.

Qualitaetskriterien beim Kauf

Wenn du Melanotan II kaufen moechtest, um es in einem Forschungskontext einzusetzen, solltest du auf mehrere Qualitaetsmerkmale achten. Die Reinheit sollte mindestens 98 %, idealerweise 99 % betragen, belegt durch HPLC- und Massenspektrometrie-Daten eines unabhaengigen Drittlabors. Ein aktuelles Certificate of Analysis (CoA) mit Peak-Flaeche, Sequenzverifikation, Wassergehalt und Endotoxin-Test (<10 EU/mg) gehoert zum Standard jeder serioesen Quelle. Achte auf lyophilisiertes Pulver (weisses Material), Lot-Nummern fuer Chargenrueckverfolgbarkeit und EU-Versand ohne Zollkomplikationen.

Die Melanotan II Erfahrung etablierter Forschungsgruppen ist hier besonders relevant: die forensische Arbeit von Breindahl (PMID 24771717) zeigte, dass Internet-Vials mit deklarierten 10 mg tatsaechlich nur 4-9 mg Wirkstoff enthielten. Massenspektrometrie ist der zuverlaessigste Schnelltest fuer molekulare Integritaet. Der Melanotan II Preisvergleich EU zeigt eine Spanne von 0,4 bis 1,5 EUR pro mg bei dokumentierter Reinheit ≥98 %. Research Peptide CoA-Verifizierbarkeit ist ein Muss — der Peptide kaufen Deutschland-Markt ist von Anbietern unterschiedlichster Qualitaetsstufe gepraegt, und gerade bei MT-II ist das Quantitaets-Risiko ungewoehnlich hoch dokumentiert.

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Rechtlicher Status

Melanotan II ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz nicht als Arzneimittel zugelassen. Der Bezug fuer Forschungszwecke ist im akademischen und institutionellen Kontext grundsaetzlich moeglich, sofern die Substanz als Research-Chemical deklariert ist und nicht fuer die Anwendung am Menschen beworben wird. Der private Bezug durch Privatpersonen zu angeblichen Forschungszwecken bewegt sich in einem rechtlichen Graumarkt — die Substanz ist nicht verboten, unterliegt aber auch keiner pharmazeutischen Qualitaetskontrolle. Mehrere europaeische Gesundheitsbehoerden (UK MHRA, irische HPRA, deutsche BfArM) haben oeffentliche Warnungen zum Off-Label-Gebrauch von Melanotan II als Tanning Agent veroeffentlicht und auf das Risiko unkontrollierter pigmentierter Hautlaesionen, Niereninfarkt und Rhabdomyolyse hingewiesen. Im Sportkontext ist Melanotan II nicht explizit auf der WADA-Dopingliste gelistet, wird aber als melanocortinerger Wirkstoff von einigen Verbaenden aufmerksam beobachtet.

Fazit

Melanotan II ist eines der am besten mechanistisch verstandenen Forschungspeptide der Melanocortin-Pharmakologie. Die publizierten Daten stuetzen ein klares Wirkprofil als nicht-selektiver Agonist an MC1R/MC3R/MC4R/MC5R mit dokumentierten Effekten auf Pigmentierung, Energiestoffwechsel, Sexualverhalten und ZNS-Funktion in Tiermodellen sowie kontrollierten Humanstudien. Aus dem MT-II-Forschungsprogramm gingen mit Bremelanotide und Afamelanotide zwei zugelassene oder weit fortgeschrittene klinische Substanzen hervor, waehrend MT-II selbst ausschliesslich Forschungsstatus behielt — auch wegen seines breiten Rezeptorprofils und der dokumentierten Off-Label-Toxizitaeten. Fuer wissenschaftlich interessierte Leser lohnt sich ein Blick in unsere uebrigen Peptide-Artikel auf /research/ — dort findest du detaillierte Forschungsstande zu BPC-157, Selank, Semax, Epithalon, GHK-Cu, PT-141 und weiteren Verbindungen.


Quellen:

  1. Wessells H, Levine N, Hadley ME, et al. Melanocortin receptor agonists, penile erection, and sexual motivation: human studies with Melanotan II. Int J Impot Res. 2000;12 Suppl 4:S74-9. PMID 11035391
  2. Hadley ME, Sharma SD, Hruby VJ, et al. Evaluation of melanotan-II, a superpotent cyclic melanotropic peptide. Life Sciences. 1996. PMID 8637402
  3. Pfaus JG, Shadiack A, Van Soest T, et al. The melanocortin agonist, melanotan II, enhances proceptive sexual behaviors in the female rat. Pharmacol Biochem Behav. 2007;86(4):634-42. PMID 17113634
  4. Forrest LM, et al. Melanotan II, a melanocortin agonist, partially rescues the impaired thermogenic capacity of pituitary adenylate cyclase-activating polypeptide deficient mice. Exp Physiol. 2020. PMID 33332767
  5. Devoto P, et al. Melanotan II injection resulting in systemic toxicity and rhabdomyolysis. Clin Toxicol. 2012. PMID 23121206
  6. Heber SD, et al. Melanotan II: a possible cause of renal infarction: review of the literature and case report. J Med Case Rep. 2020. PMID 31953620
  7. Brennan R, Wells JSG, Van Hout MC. Melanotan II User Experience: A Qualitative Study. Subst Use Misuse. 2021. PMID 34464955
  8. Breindahl T, et al. Identification and characterization by LC-UV-MS/MS of melanotan II skin-tanning products sold illegally on the Internet. Drug Test Anal. 2014. PMID 24771717
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