DSIP (Delta Sleep-Inducing Peptide): Was die Forschung ueber das Schlaf-Neuropeptid zeigt (Stand 2026)
DSIP — die Abkuerzung steht fuer Delta Sleep-Inducing Peptide — gehoert zu den aeltesten und zugleich ratselhaftesten Research-Peptiden. Bereits 1977 isolierte die Arbeitsgruppe um Marcel Monnier und Guido Schoenenberger an der Universitaet Basel aus dem zerebralen Venenblut von Kaninchen eine Substanz, die bei Infusion in das Dienzephalon des Empfaengertiers eine deutliche Zunahme der Delta-Wellen und Schlafspindeln im EEG erzeugte. Das Peptid wurde sequenziert, synthetisiert und seither in hunderten von Studien untersucht — dennoch bleiben sein Rezeptor, seine physiologische Rolle und das Spektrum seiner biologischen Wirkungen teilweise ungeklaert. Die PubMed-Uebersicht von Kovalzon und Strekalova aus dem Jahr 2006 spricht daher zu Recht von einem "still unresolved riddle" (PMID 16539679) — ein noch immer ungeloestes Raetsel.
Fuer Forscher, die DSIP kaufen moechten, ist genau diese Kombination interessant: ein gut charakterisiertes Nonapeptid mit publizierten klinischen Pilotdaten zu Schlaf, Schmerz, Entzugssyndromen und Stressreaktionen, das gleichzeitig in seiner Grundmechanistik weiter offen ist und Stoff fuer praeklinische Forschung bietet. In Tiermodellen sind die Effekte auf Mitochondrien-Atmung, Hypoxietoleranz, Koerpertemperatur und Motorfunktion nach Schlaganfall belegt; in Humandaten dominiert die Einschaetzung, dass DSIP gut vertraeglich ist, bei chronischen Insomniepatienten die Schlafqualitaet subjektiv wie objektiv verbessern kann, und in klinischen Pilotstudien einen stabilisierenden Effekt auf Entzugssymptome zeigt. Dieser Artikel fasst den wissenschaftlichen Forschungsstand 2026 zusammen und ordnet ein, was die Studien tatsaechlich zeigen — ohne Heilversprechen und ohne klinische Anwendungsempfehlung.
⚠️ Wichtiger Hinweis — Ausschliesslich fuer Forschungszwecke: DSIP ist kein zugelassenes Arzneimittel und darf nur zu legitimen wissenschaftlichen Forschungszwecken bezogen werden. Eine Anwendung am Menschen wird von Supplement Radar ausdruecklich nicht empfohlen und ist ohne aerztliche Zulassung ausserhalb des gesetzlichen Rahmens. Alle beschriebenen Effekte basieren auf Tier- und In-vitro-Studien. Dieser Artikel stellt weder eine Kauf- noch eine Anwendungsempfehlung dar und ersetzt keine medizinische Beratung.
Was ist DSIP?
DSIP ist ein Nonapeptid mit der Aminosaeuresequenz Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu (im Einbuchstabencode: WAGGDASGE). Das Molekulargewicht betraegt 848,8 Dalton, die Summenformel C35H48N10O15. Die CAS-Nummer 62568-57-4 identifiziert das Peptid eindeutig. Charakteristisch ist der Tryptophan-Rest am N-Terminus und die drei Glycin-Reste, die eine hohe Flexibilitaet der Molekuelkette ermoeglichen. Eine phosphorylierte Variante an Serin 7 (P-DSIP oder Phospho-DSIP) tritt endogen auf und zeigt in einigen Modellen eigenstaendige pharmakologische Effekte.
Die Entdeckungsgeschichte gehoert zu den klassischen neurochemischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts. Monnier und Hoesli hatten bereits in den 1960er Jahren gezeigt, dass venoeses Blut von Kaninchen, bei denen der Thalamus elektrisch in einen Schlafzustand versetzt worden war, bei Uebertragung auf wache Empfaengertiere ebenfalls Schlafverhalten und Delta-EEG-Aktivitaet induziert. Diese Hypothese einer "humoralen Schlafsubstanz" fuehrte nach einem jahrelangen Isolations- und Reinigungsprotokoll zur Sequenzierung von DSIP. Schoenenberger und Monnier publizierten die vollstaendige Struktur 1977 (PNAS), woraufhin synthetisches DSIP in mehreren Laboratorien verfuegbar wurde und eine intensive Forschungsphase begann.
Chemisch ist DSIP hydrophil, saeurestabil und passiert die Blut-Hirn-Schranke zumindest teilweise — ein Befund, der durch intranasale Studien spaeter bestaetigt wurde. Die Halbwertszeit im Plasma ist kurz (rund 7-15 Minuten nach intravenoeser Gabe), was das endogene DSIP-System als schnell modulierendes neuropeptiderges Signal charakterisiert. Aus regulatorischer Sicht ist DSIP weder als Arzneimittel zugelassen noch auf der WADA-Dopingliste aufgefuehrt und wird im Forschungsgraumarkt typischerweise als lyophilisiertes weisses Pulver in 5- oder 15-mg-Vials gehandelt.
Wirkmechanismus
Der Wirkmechanismus von DSIP ist trotz vier Jahrzehnten Forschung nicht vollstaendig aufgeklaert — ein spezifischer, hochaffiner DSIP-Rezeptor konnte bislang nicht kloniert werden. Die verfuegbaren Daten deuten jedoch auf mehrere parallele, modulatorische Angriffspunkte hin, die zusammen das beobachtete Wirkspektrum erklaeren.
Erstens: Modulation glutamaterger NMDA-Rezeptoren. Mehrere Arbeiten deuten darauf hin, dass DSIP eine modulatorische Rolle an NMDA-Rezeptoren ausuebt, insbesondere im Hippocampus und in thalamokortikalen Schaltkreisen, die fuer die Erzeugung langsamer EEG-Rhythmen verantwortlich sind. Interessanterweise wurde eine partielle Unterdrueckung der c-Fos-Expression — einem Marker neuronaler Aktivierung — nach DSIP-Gabe beobachtet; dieser Befund ist mechanistisch relevant fuer die neuroprotektive Komponente, aber paradoxerweise auch fuer die Mortalitaet waehrend akuter Ischaemie.
Zweitens: GABAerge und glycinerge Interaktionen. Die Nonapeptid-Struktur von DSIP ist kompatibel mit Modulationseffekten an den allosterischen Bindungsstellen von GABA-A- und Glycin-Rezeptoren. In elektrophysiologischen Praeparationen des Kortex und Thalamus konnte dokumentiert werden, dass DSIP die Schwelle fuer hemmende postsynaptische Potentiale senkt und damit die Synchronisierung langsamer Wellenaktivitaet beguenstigt.
Drittens: Mitochondriale Atmungsmodulation. Die zentrale metabolische Wirkungskomponente wurde von Khvatova und Kollegen (Khvatova et al., Neurochem Res 2003, PMID 12668217) beschrieben. DSIP erhoeht in isolierten Rattenhirnmitochondrien die Rate der phosphorylierten Atmung, steigert den respiratorischen Kontrollkoeffizienten (RCR) und verbessert die ADP-Phosphorylierungsrate. Im Hypoxiemodell verhindert DSIP-Vorbehandlung (120 µg/kg i.p.) die stressinduzierte Reduktion der mitochondrialen Atmungskapazitaet vollstaendig. Dieser Mechanismus liefert eine plausible biochemische Grundlage fuer die beobachtete Stresstoleranz.
Viertens: Modulation der HPA-Achse und des sympatho-adrenalen Systems. DSIP dampft in mehreren Tierstudien stressinduzierte Kortikosteron-Anstiege. Die Befundlage beim Menschen ist gemischt: Eine Arbeit von Friess und Kollegen (Neuroendocrinology 1994) fand keinen Effekt von DSIP auf basale oder mahlzeitenstimulierte ACTH- und Cortisolspiegel, waehrend andere Arbeitsgruppen subtile Modulationseffekte berichten. Insgesamt wird DSIP als Stress-Limiting-Factor eingeordnet — es normalisiert Abweichungen von homeostatischen Sollwerten, ohne in unstressierten Systemen stark einzugreifen.
Fuenftens: Opioidrezeptor-Interaktion. Dokumentiert von Dick und Kollegen (Dick et al., Neuropsychobiology 1983, PMID 6328354), zeigt DSIP eine potenzielle agonistische Aktivitaet an Opiatrezeptoren, was die klinisch beobachtete Linderung von Opioid-Entzugssymptomen erklaeren wuerde. Eine direkte, hochaffine Bindung konnte allerdings bislang nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden; vieles spricht fuer eine allosterische oder indirekte Modulation.
Sechstens: Monoaminoxidase-Modulation. In Rattenhirnpraeparationen dampft DSIP die durch Hypoxie induzierte Erhoehung der MAO-A-Aktivitaet und stabilisiert damit die Serotonin-Spiegel. Auch dies traegt zur beobachteten neuroprotektiven Wirkung bei.
Zusammenfassend scheint DSIP als pleiotroper Neuromodulator zu wirken, der in Situationen physiologischer Abweichung homeostatische Sollwerte wiederherstellt — ein Konzept, das in der sowjetischen und russischen Peptidforschung explizit als "Adaptogen-aehnliche" Eigenschaft beschrieben wird.
Forschungsergebnisse
Tiermodelle und In-vitro-Studien
Delta-Schlaf-Induktion in Kaninchen (Schoenenberger & Monnier 1977): Die klassische Arbeit, in der DSIP nach intrathalamischer Infusion von 25 nmol Spindel- und Delta-EEG-Aktivitaet induzierte und die motorische Aktivitaet reduzierte. Dieses Experiment etablierte den Namen und die Grundhypothese des Peptids.
Intravenoese DSIP-Applikation bei Katzen (PMID 3671519): Subkutane Verabreichung von DSIP bei Katzen fuehrte zu einer konsistenten Verlaengerung der Gesamtschlafzeit und einer Zunahme der Slow-Wave-Sleep-Episoden, ohne paradoxe REM-Unterdrueckung. Diese Arbeit bestaetigte die Schlaf-modulierenden Effekte speziesuebergreifend.
Fokale zerebrale Ischaemie bei Sprague-Dawley-Ratten (Sudakov et al., Molecules 2021, PMC8434407): In diesem mittlerweile als Referenz geltenden Stroke-Modell wurde bei maennlichen SD-Ratten eine MCAO (middle cerebral artery occlusion) induziert. DSIP wurde intranasal in einer Dosis von 120 µg/kg entweder 60 Minuten vor Okklusion oder fuer sieben Tage nach Reperfusion appliziert. Waehrend das Infarktvolumen nicht signifikant reduziert wurde, verbesserte sich die motorische Funktion im Rotarod-Test signifikant in der DSIP-Gruppe. Wichtige Sicherheitsanmerkung: DSIP-Gabe waehrend der Okklusionsphase fuehrte zu erhoehter Mortalitaet, was mit der NMDA-rezeptor-vermittelten Unterdrueckung von c-Fos-abhaengiger neuronaler Fruehantwort korreliert.
Myokard- und Hirninfarktschutz durch DSIP-Analoga (Sudakov et al., Biomedicines 2021): Das DSIP-Analogon KND zeigte in C57Bl/6-Maeusen und SD-Ratten waehrend der Reperfusion eine Reduktion des Infarktvolumens sowohl im Hirn als auch im Herz. Dieser Befund erweitert das Wirkspektrum auf kardioprotektive Endpunkte.
Mitochondriale Atmung und Hypoxie (Khvatova et al. 2003, PMID 12668217): DSIP erhoehte in isolierten Rattenhirnmitochondrien die Rate der ADP-stimulierten Atmung signifikant. Unter hypoxischer Belastung (Hoehenhypoxie-Modell) verhinderte DSIP-Vorbehandlung die stress-bedingte Reduktion der mitochondrialen Atmungskapazitaet vollstaendig. Dies ist die bisher beste biochemische Erklaerung fuer die stress-protektive Komponente.
MAO-A-Aktivitaet unter Hypoxie (PMID 7628639): DSIP und Analoga modulierten in Rattenhirnpraeparationen die Monoaminoxidase-A-Aktivitaet und stabilisierten die Serotoninspiegel waehrend hypoxischer Belastung.
DSIP-Fusionspeptide bei induzierter Insomnie in Maeusen (Frontiers in Pharmacology 2024): Eine aktuelle Arbeit produzierte rekombinante Pichia-pastoris-sezernierte DSIP-Fusionspeptide, die die Blut-Hirn-Schranke passieren. In einem PCPA-induzierten Insomnie-Mausmodell verbesserten diese Peptide die Schlafparameter im Vergleich zu Kontrollgruppen signifikant. Die Arbeit stuetzt das Interesse an DSIP-basierten Biotech-Ansaetzen im Kontext chronischer Schlafstoerungen.
Apomorphin-induzierte Hypothermie (PMID 2322843): DSIP und phosphoryliertes DSIP (P-DSIP) modulierten die durch den Dopaminagonisten Apomorphin induzierte Hypothermie bei Ratten, wobei P-DSIP in manchen Endpunkten staerker wirkte als DSIP selbst. Diese Arbeit unterstreicht die Relevanz der phosphorylierten endogenen Form fuer die Temperaturregulation.
Humandaten
Im Gegensatz zu vielen anderen Research-Peptiden liegen zu DSIP mehrere klinische Pilotstudien und kleine kontrollierte Studien vor — wenn auch keine Phase-3-Programme.
Schlaf bei chronischen Insomniepatienten (Schneider-Helmert, PMID 7028502): In einer Studie an Patienten mit chronischer Insomnie fuehrte die akute intravenoese Applikation von synthetischem DSIP zu verlaengerter Gesamtschlafzeit, reduzierter Anzahl naechtlicher Unterbrechungen und subjektiv verbesserter Schlafqualitaet. Die Verbesserung war besonders in den letzten Stunden der Schlafperiode ausgepraegt und bestand teilweise ueber mehrere Naechte fort.
Entzugssyndrome bei Alkohol und Opiaten (Dick et al., Neuropsychobiology 1983, PMID 6328354 und PMID 6548969): In einer multizentrischen Pilotstudie erhielten 67 Patienten mit Entzugssymptomatik (28 Alkohol-Entzug, 39 Opiat-Entzug) intravenoese DSIP-Gaben (25 nmol/kg). Bei 48 von 49 auswertbaren Patienten besserten sich somatische Entzugssymptome rasch; bei 97 % der Opiatpatienten und 87 % der Alkoholpatienten verschwanden klinische Symptome oder besserten sich deutlich innerhalb von Stunden. Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden berichtet. Die Autoren interpretierten die Daten als Hinweis auf eine agonistische Aktivitaet an Opiatrezeptoren.
Chronische Schmerzsyndrome (PMID 6548970): Eine klinische Pilotstudie dokumentierte einen analgetischen Effekt von intravenoesem DSIP bei Patienten mit chronischen, ausgepraegten Schmerzepisoden. Die Effekte hielten bei einem Teil der Patienten ueber den akuten Applikationszeitpunkt hinaus an.
Diurnaler Rhythmus und endogene Spiegel (PMID 8175965): Endogene Plasma-DSIP-Spiegel zeigen einen Tagesgang, der positiv mit der Koerpertemperatur und invers mit REM-Schlaf und Slow-Wave-Sleep korreliert. Dieser paradoxe Befund — dass der Plasmaspiegel niedriger ist, wenn Tiefschlaf vorliegt — illustriert die Komplexitaet der DSIP-Physiologie: moeglicherweise wirkt DSIP lokal im zentralen Nervensystem, ohne dass periphere Plasmaspiegel die hirninterne Konzentration widerspiegeln.
HPA-Achse und neuroendokrine Parameter (Friess et al., Neuroendocrinology 1994): Im Gegensatz zu Tierdaten fand diese humane Arbeit keinen inhibitorischen Effekt von DSIP auf basale oder mahlzeitenstimulierte ACTH- und Cortisolsekretion. Die Befundlage zur HPA-Modulation bleibt damit speziesabhaengig und kontextsensitiv.
Zusammenfassend sind die publizierten humanen Daten zu DSIP klein, aber konsistent bezueglich eines guenstigen Sicherheitsprofils ohne schwerwiegende unerwuenschte Wirkungen bei intravenoeser Applikation im Dosisbereich 25-60 nmol/kg. Randomisierte kontrollierte Phase-2/3-Studien mit modernem Design und belastbarer statistischer Power fehlen.
Dosierungen in der Forschungsliteratur
| Studie | Modell | Dosierung | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Monnier & Schoenenberger 1977 | Kaninchen, intrathalamisch | 25 nmol | Einmalig | Delta-EEG, Schlafinduktion |
| Khvatova et al. 2003 | Ratte, i.p. | 120 µg/kg | Einmalig vor Hypoxie | Vollstaendige Atmungsschutz |
| Sudakov et al. 2021 | SD-Ratte, intranasal | 120 µg/kg | 8 Tage peri-Stroke | Motorfunktion-Recovery |
| Schneider-Helmert 1981 | Insomniker, i.v. | Ca. 25 nmol/kg | Einmalig | Subjektive Schlafverbesserung |
| Dick et al. 1983 | Entzugspatienten, i.v. | 25 nmol/kg | 1-3 Gaben | Somatische Symptomlinderung |
| Katzen, s.c. (PMID 3671519) | Katzen | 30 µg/kg s.c. | Einmalig | Slow-Wave-Schlaf-Zunahme |
| PCPA-Insomnie-Maeuse 2024 | Maus, Fusionspeptid | Variabel | 7 Tage | Schlafparameter-Verbesserung |
In nicht-klinischen Forschungsprotokollen erhielten Probanden in dokumentierten Studien typischerweise eine Dosis im Bereich von 25 nmol/kg (entsprechend rund 20 µg/kg) intravenoes in einer Aufladephase, gefolgt von gegebenenfalls wiederholten Gaben. Diese Angaben entstammen der wissenschaftlichen Fachliteratur und stellen keine persoenliche Anwendungsempfehlung von Supplement Radar dar. Es existiert kein regulatorisch validierter Dosierungsstandard fuer die Anwendung am Menschen.
In Forschungslabors wird lyophilisiertes DSIP bei -20 °C gelagert; rekonstituierte Loesungen in bakteriostatischem Wasser sind unter Kuehlung (2-8 °C) typischerweise fuer 7-14 Tage stabil. Laengere Lagerzeiten fuehren zu Abbau durch Hydrolyse an der Trp-Ala-Bindung. Das Peptid ist sauerstoff- und lichtempfindlich und sollte in bernsteinfarbenen Vials oder unter Lichtschutz aufbewahrt werden. Aufgrund der kurzen Plasmahalbwertszeit wird in Tiermodellen haeufig intranasale oder intraventrikulaere Applikation bevorzugt, um die zentralnervoese Bioverfuegbarkeit zu erhoehen.
Qualitaetskriterien beim Kauf
Wenn du DSIP kaufen moechtest, um es in einem Forschungskontext einzusetzen, solltest du auf mehrere Qualitaetsmerkmale achten. Die Reinheit sollte mindestens 98 %, idealerweise 99 % betragen, belegt durch HPLC- und Massenspektrometrie-Daten eines unabhaengigen Drittlabors. Ein aktuelles Certificate of Analysis (CoA) mit Peak-Flaeche, Sequenzverifikation, Wassergehalt und Endotoxin-Test (<10 EU/mg) gehoert zum Standard jeder serioesen Quelle. Achte auf lyophilisiertes Pulver (weisses bis cremefarbenes Material), Lot-Nummern fuer Chargenrueckverfolgbarkeit und EU-Versand ohne Zollkomplikationen.
Die DSIP-Erfahrung erfahrener Forschungsgruppen zeigt, dass die Integritaet der Trp-Ala-Bindung und der korrekte Phosphorylierungsstatus (im Falle P-DSIP-Varianten) entscheidend sind. Massenspektrometrie der zuverlaessigste Schnelltest fuer die molekulare Integritaet ist. Der DSIP Preisvergleich EU zeigt eine Spanne von 3 bis 8 EUR pro mg bei dokumentierter Reinheit ≥98 %. Research Peptide CoA-Verifizierbarkeit ist ein Muss — auf dem Graumarkt kursieren gelegentlich unterphosphorylierte oder teilweise hydrolysierte Praeparationen, die in biologischen Assays deutlich schwaechere Ergebnisse liefern als sauberes DSIP.
BioBoostX: Unsere Empfehlung
BioBoostX ist unser bevorzugter Anbieter fuer DSIP in der EU. Der zentraleuropaeische Versand ohne Zollkomplikationen, die dokumentierten Certificates of Analysis und die transparente EUR-Preisgestaltung machen den Anbieter zur ersten Wahl fuer deutsche Forschungsgruppen. DSIP ist bei BioBoostX als 15-mg-Vial gelistet, mit einer Reinheitsangabe von ≥99 % und dokumentierter Endotoxin-Kontrolle. Das Lager befindet sich in der EU, was die typischen Lieferzeiten auf wenige Werktage reduziert.
→ DSIP 15 mg bei BioBoostX kaufen
💰 10% Rabatt mit Code radar10 auf alle BioBoostX-Produkte — gueltig fuer alle Peptide inklusive DSIP, Selank, Semax, BPC-157 und das gesamte Research-Sortiment.
Transparenzhinweis: Dieser Link ist ein Affiliate-Link. Bei einem Kauf ueber den Link erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass sich der Preis fuer dich aendert. Das unterstuetzt unsere unabhaengige Forschungsrecherche.
Preisvergleich
Einen umfassenden Preisvergleich aller EU-Anbieter fuer DSIP findest du unter /research/peptide/dsip. Die Seite wird automatisiert aktualisiert und dokumentiert Reinheit, Preis pro mg, CoA-Verfuegbarkeit und Lieferbedingungen.
Rechtlicher Status
DSIP ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz nicht als Arzneimittel zugelassen. Der Bezug fuer Forschungszwecke ist im akademischen und institutionellen Kontext grundsaetzlich moeglich, sofern die Substanz als Research-Chemical deklariert ist und nicht fuer die Anwendung am Menschen beworben wird. Der private Bezug durch Privatpersonen zu angeblichen Forschungszwecken bewegt sich in einem rechtlichen Graumarkt — die Substanz ist nicht verboten, unterliegt aber auch keiner pharmazeutischen Qualitaetskontrolle. Im Gegensatz zu intaktem Wachstumshormon oder Testosteron ist DSIP nicht auf der WADA-Dopingliste gefuehrt, wird aber von mehreren Sportverbaenden als "substance of concern" beobachtet. Eine aerztliche Begleitung ist aus rechtlicher Sicht nicht vorgesehen, da DSIP keine zugelassene Indikation hat.
Fazit
DSIP ist eines der am besten untersuchten und zugleich mechanistisch am wenigsten abschliessend verstandenen Research-Peptide. Die publizierten Daten stuetzen ein Wirkprofil als pleiotroper Neuromodulator mit stress-limitierenden, mitochondrienschuetzenden und schlafarchitektur-modulierenden Effekten in Tiermodellen. Klinische Pilotdaten deuten auf gute Vertraeglichkeit und Effekte bei chronischer Insomnie sowie bei Entzugssyndromen hin — ohne dass moderne randomisierte kontrollierte Studien verfuegbar waeren, die diese Befunde statistisch belastbar bestaetigen. Fuer wissenschaftlich interessierte Leser lohnt sich ein Blick in unsere uebrigen Peptide-Artikel auf /research/ — dort findest du detaillierte Forschungsstande zu BPC-157, Selank, Semax, Epithalon, GHK-Cu und weiteren Peptiden.
Quellen:
- Kovalzon VM, Strekalova TV. Delta sleep-inducing peptide (DSIP): a still unresolved riddle. J Neurochem. 2006. PMID 16539679
- Schneider-Helmert D. The influence of synthetic DSIP (delta-sleep-inducing-peptide) on disturbed human sleep. Eur J Clin Pharmacol. 1981. PMID 7028502
- Dick P, Costa C, Fayolle K, et al. Successful treatment of withdrawal symptoms with delta sleep-inducing peptide. Neuropsychobiology. 1983. PMID 6328354
- Dick P, Grandjean ME, Tissot R. DSIP in the treatment of withdrawal syndromes from alcohol and opiates. Eur Neurol. 1984. PMID 6548969
- Khvatova EM, Samartzev VN, Zagoskin PP, et al. Delta sleep inducing peptide (DSIP): effect on respiration activity in rat brain mitochondria and stress protective potency under experimental hypoxia. Peptides. 2003. PMID 12668217
- Sudakov SK, et al. Delta Sleep-Inducing Peptide Recovers Motor Function in SD Rats after Focal Stroke. Molecules. 2021;26(17):5173. PMC8434407
- Therapeutic effects of delta-sleep-inducing peptide (DSIP) in patients with chronic, pronounced pain episodes. A clinical pilot study. PMID 6548970
- Diurnal rhythm of plasma DSIP in humans. PMID 8175965
- Graf MV, Kastin AJ. Delta-sleep-inducing peptide (DSIP): a review. Peptides. 1984. PMID 6145137
- Pichia pastoris secreted DSIP fusion peptide efficacy in PCPA-induced insomnia mouse models. Frontiers in Pharmacology. 2024.